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Arbeitsbuch 16

Arbeitsbuch 16

Eigenart Schweiz
Theater in der Deutschschweiz seit den 90er Jahren

Herausgegeben von Barbara Engelhardt, Dagmar Walser

Broschur mit 196 Seiten
Format: 215 x 285 mm
Preis EUR 15,00

ISBN 978-3-934344-90-7

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"Das Buch schafft einen Überblick über die Entwicklungen der letzten 15 Jahre."
Basler Zeitung

Arbeitsbuch 16

Eigenart Schweiz

Theater in der Deutschschweiz seit den 90er Jahren

Herausgegeben von Barbara Engelhardt, Dagmar Walser

In den letzten 15 Jahren übernahmen in den Theatern von Basel, Luzern oder Zürich Künstler die Verantwortung, die sich an neuen, oft aus der freien Szene entwickelten Ästhetiken orientierten. Parallel dazu entstand eine "neue" freie Szene, deren Interesse nicht mehr in der Abgrenzung von den etablierten Theatern lag. Wenn sie auch nicht explizit als Schweizer Theaterschaffende wahrgenommen werden (wollen), hat sich ihre Theatersprache doch immer auch durch die Reibung mit der Schweiz gebildet. Wo aber lassen sich in den unterschiedlichen Arbeitsweisen und Inszenierungsformen die Zusammenhänge zwischen Ästhetik und Herkunft dingfest machen? Wie entstehen aus den verschiedenen Schweizer Sprachidentitäten und Theatertraditionen heraus formale Tendenzen oder inahaltliche Schwerpunkte? Im Rückblick ergibt sich ein Panorama von Regiehandschriften, die sich an gewissen Punkten kreuzen, vergleichen, engführen oder voneinander abgrenzen lassen. So weiten sich Einzelporträts - über Christoph Marthaler, Barbara Frey, Sebastian Nübling, Igor Bauersima, Stefan Kaegi, Barbara Weber u.a. und von Theaterkollektiven wie KLARA oder Mass&Fieber - zu thematischen Essays aus. Auch im Blick auf strukturelle und kulturpolitische Rahmenbedingungen entsteht so ein facettenreiches Bild des Schweizer Theaters von den 90er-Jahren bis heute.

« Inhalt

Vorwort

Inhaltsinfo Seite
Vowort von Barbara Engelhardt, Dagmar WalserSeite 6
Verstörung und Versöhnung Ein subjektiver Rückblick auf zwanzig Jahre Theaterverwandlung zwischen Basel, Zürich und Luzern von Armin KerberSeite 10
In der Marthaler-Heimat ist kein Ankommen Christoph Marthalers frühe Arbeiten am Theater Basel von Christine RichardSeite 20
„Ich wäre ja auch gerne Gärtner geworden“ Basel, Restaurant Hasenburg im Februar 2007: Christoph Marthaler im Gespräch mit Dagmar Walser von Dagmar Walser, Christoph MarthalerSeite 24
Vom Bergmelodrama zum Diskurs-Theater Wie die Gruppe „KLARA“ das Freie Theater als Experimentierfeld nutzt von Felizitas AmmannSeite 30
Experimentelles Volkstheater Die Regisseurin Meret Matter und ihr Weg von der politischen Freien Szene in Bern ins Stadttheate von Suzanne ZahndSeite 36
Top Dogs. Bellende Hunde mit Biss Das Theater Neumarkt in Zürich in der Ära Hesse /Müller (1993–1999) von Susanna HeimgartnerSeite 42
Die Emil-Matrix Zur Komik auf Deutschschweizer Bühnen. Und was Mundart, Körperlichkeit, Musik und nationale Typologien damit zu tun haben von Tobi MüllerSeite 47
Musikalische Landnahme Der Komponist, Regisseur und Schauspieler Ruedi Häusermann schafft und erforscht musiktheatralische Ereignisse von Judith GerstenbergSeite 53
Die Sprache der verschwiegenen Schweiz Der Regisseur Jossi Wieler und seine Hellhörigkeit für Ungesagtes und Zwischentöne von Tilman RaabkeSeite 60
Sezieren ist Rache Die Regisseurin Barbara Frey im Gespräch mit Thomas Oberender von Thomas Oberender, Barbara FreySeite 66
Goethes Brief aus Stäfa oder Der Tell als einer von uns Schlaglichter auf die reiche Volkstheaterlandschaft in der Schweiz von Buschi LuginbühlSeite 73
Skeptische Utopiefeier Der Schauspielleiter und Regisseur Stefan Bachmann und die Dramaturgie des Zweifels am Theater Basel (1998 –2003) von Georg DiezSeite 78
Heißlaufen, bis der Funken springt Über die Regie-Anfänge von Sebastian Nübling am jungen theater basel, wohin es ihn immer wieder zieht von Uwe HeinrichSeite 83
Die elastische Elite Das Kindertheater in der Schweiz bietet Freiraum und Innovation von Kaa LinderSeite 88
Zweifler und Identitätsspieler Die Gruppe „Off-Off-Bühne“ um den AutorRegisseur Igor Bauersima von Daniele MuscionicoSeite 94
Hommage an die Ironie Die Gruppe „Mass & Fieber“ um den Regisseur Niklaus Helbling von Barbara RieckeSeite 99
Der Wilhelm Tell der Schlachthöfe Der Regisseur Samuel Schwarz und die Gruppe „400asa“ von Andreas KlaeuiSeite 103
Den Stein ins Rollen bringen Die Dramatikerförderung in der Deutsch- und Westschweiz ist so schweizspezifisch wie erfolgreich von Veronika SellierSeite 108
Physisch vielsprachig bewegt Reflexionen zum Tanz in der Schweiz dies- und jenseits des Röstigrabens von Christina ThurnerSeite 121
Alle Prozesse offenlegen Die Gruppe „Schauplatz International“ und ihr konsequenter Theaterweg in der Freien Szene von Nicole ZieglerSeite 126
Theater im Ausnahmezustand Aus ihrem „unplugged“-Format hat die Regisseurin Barbara Weber ein medienkritisches Anti-Spektakel entwickelt von Kathrin TiedemannSeite 130
Unsichtbares Sichtbarmachen Aus dem Kanton Graubünden: Gedanken über das Theater(machen) im Alpenraum von Markus LuchsingerSeite 135
Grundmisstrauen gegenüber Eindeutigkeiten Der Regisseur Elias Perrig, der seit 2006 das Schauspiel am Theater Basel leitet, im Gespräch mit dem Dramaturgen Peter-Jakob Kelting von Peter-Jakob Kelting, Elias PerrigSeite 139
Große Welt im Kleinen Stefan Kaegi und „Rimini Protokoll“ dokumentieren in ihrer Theaterarbeit die Wirklichkeit von Andrea SchwieterSeite 144
Das Politische ist immer unter uns Eine Schweizer Theaterästhetik gibt es nicht. Oder doch? von Gesa ZiemerSeite 150
Der Luxus liegt im Detail Der Regisseur Rafael Sanchez im Gespräch mit Anne Schöfer von Anne Schöfer, Rafael SanchezSeite 155
Familie als Schicksal Die Regisseurin Barbara-David Brüesch im Gespräch mit Rainer Hofmann von Rainer Hofmann, Barbara-David BrüeschSeite 159
Vom Spiel her denken Der Regisseur David Bösch im Gespräch mit Thomas Laue von Thomas Laue, David BöschSeite 163
Im Zweifel für die Ironie Die Schweizer Freie Szene ist eine blühende Landschaft – nicht zuletzt dank der eidgenössischen Förderpolitik von Anja DirksSeite 167
AutorInnen Seite 176
Impressum Seite 196