SchauplatzRuhr 2008
Industriekathedralen
SchauplatzRuhr - Jahrbuch zum Theater im Ruhrgebiet
von Ulrike Haß, Guido Hiß
Broschur mit 112 Seiten
Format: 215 x 285 mm
Preis EUR 8,00
ISBN 9783940737168
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SchauplatzRuhr 2008
Industriekathedralen
SchauplatzRuhr - Jahrbuch zum Theater im Ruhrgebiet
von Ulrike Haß, Guido Hiß
Schauplatz Ruhr will die Wahrnehmung einer der lebendigsten Theaterlandschaften Europas fördern. Der Schwerpunkt dieser Ausgabe widmet sich unter dem Motto „Industriekathedralen" der szenischen Erschließung des historischen und kulturellen Raums des Ruhrgebiets. Im Mittelpunkt steht das von regionalen Interessenverbänden und der Landesregierung getragene Projekt einer kulturellen Revitalisierung des architektonischen Erbes der „Industriekultur": Nach dem Willen seiner kulturpolitischen Mentoren soll es „die großen Denkmäler des Industriezeitalters im Ruhrgebiet" neu erfahrbar machen und damit einen „unvergleichlichen Kulturstandort mitten in Europa" schaffen.
Im Rahmen des Schwerpunktthemas werden Geschichte, Chancen und Grenzen des Projekts beleuchtet. In diesem Zusammenhang widmen wir der RuhrTriennale ein besonderes Augenmerk und berichten über herausragende „Kreationen": Musikalisches Theater jenseits von Partitur und Guckkasten. Neben Aufführungsberichten, Kommentaren und einer Chronik versammelt diese Ausgabe Gespräche mit Anna Viebrock, mit Alain Platel, einen Theorie-Essay von Marianne Schuller, einen Foto-Essay von Dirk Rose und ein Portrait des in der Region viel beachteten Dramatikers Händl Klaus. Wir berichten über freies Theater in Nordrhein-Westfalen: Nach Matthias von Hartz und Tom Stromberg (Impulse) nahm in diesem Jahr Bettina Milz ihre Arbeit für favoriten (vormals Theaterzwang) in der Region auf. Ein Bericht der studentischen Theaterscouts für favoriten über ihre „Theaterreise durch die Provinz" gibt einen Eindruck von der weit verzweigten Szene des freien und experimentellen Theaters, die in Nordrhein-Westfalen über bedeutende Festivals sowie zahlreiche Vermittler und Förderer verfügt. Kulturpolitisch sorgten die Vorgänge in Oberhausen für Aufregung. Mit Johannes Lepper hatte sich die Stadt eines Intendanten entledigt, der ein mutiges, ästhetisch avanciertes Theater vertritt.

