Heft 11/2005
Politisches Theater
Broschur mit 72 Seiten
Format: 215 x 285 mm
ISSN 0040-5418
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Heft 11/2005
Politisches Theater
Essays und ein Gespräch mit Volker Lösch
Theater, politisch Politisches Theater? Das war vor noch nicht allzu langer Zeit fast ein Schimpfwort. Es klang nach Klassenkampf, Ideologie und Agitprop, nach Abrichtung der hohen Künste zu niederen Zwecken. Doch das ist kaum mehr als ein oberflächliches Zerrbild; denn politisches Theater ist nicht einfach die Fortführung gesellschaftlicher Kämpfe mit anderen Mitteln, sondern Einspruch gegen den Konsens. Politisches Theater stellt in Frage, was selbstverständlich ist, und will in diesem Sinne Arbeit an der mentalen Infrastruktur sein. Das war die Tragödie übrigens auch einmal, damals im fernen Griechenland. Wenn TdZ also im letzten Monat dem alten neuen Streit um die Tragödie einen Schwerpunkt gewidmet hat und sich jetzt dem politischen Theater zuwendet, dann steht das in engem Zusammenhang: Beides sind Arten von Theater, die vergessen schienen und nun mit neuer Kraft zurückkehren. [weiter]
« Inhalt
| Inhaltsinfo | Seite |
|---|---|
| Editorial | Seite 1 |
| Theater, politisch | |
| Neustarts | |
| Die Faust als Logo – der Bürgerblock brüllt Zu Beginn seiner Stuttgarter Intendanz lässt Hasko Weber Lehrstücke des Bösen spielen von Otto Paul Burkhardt | Seite 4 |
| Routen zur neuen Dramatik Mit einem Uraufführungsreigen gibt Osnabrücks neuer Intendant Holger Schultze seinen Einstand von Wolfgang Behrens | Seite 7 |
| Nobelpreis | Seite 10 |
| Auf der Suche nach dem verlorenen Pinter Der englische Dramatiker Harold Pinter erhält den diesjährigen Literaturnobelpreis von John von Düffel | |
| Politisches Theater | |
| Diesseits des Klassenkampfes Ein Versuch, das politische Theater zu finden von Dirk Pilz | Seite 12 |
| Den Bogen spannen, bis die Sehne reißt Ein Gespräch mit Volker Lösch über Wut und politisches Theater von Nikolaus Merck, Dirk Pilz | Seite 16 |
| Männertheater Sie waren Helden und schrumpften zu Karikaturen – ein Essay über das Männerbild auf deutschen Bühnen von Nikolaus Merck | Seite 20 |
| Politische Hebammenkunst Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, im Gespräch von Nina Peters | Seite 23 |
| Pasolinis Erbe | Seite 25 |
| Pasolini unterm Vergrößerungsglas Der italienische Regisseur Antonio Latella im Interview von Elfi Reiter | |
| Gedenken an Strittmatter | Seite 29 |
| Abgründiges Heimattheater Vor zehn Jahren verstarb der Schriftsteller Thomas Strittmatter von Ulrich Khuon | |
| Tanz | Seite 30 |
| Subjektivität schützt dich Der französische Choreograf Jérôme Bel im Gespräch von Constanze Klementz | |
| Theaterreport | Seite 34 |
| Vom Abstellgleis auf die Überholspur Wie sich das Junge Theater in Göttingen an den eigenen Haaren aus dem Abwicklungssumpf zog von Tina Fibiger | |
| Ausland | Seite 37 |
| Verwurzelt in der Lebenswelt Das Festival IsraDrama in Tel Aviv zeigt konfliktreiche Stücke von Wolfgang Behrens | |
| Auftritt | |
| Jasper Brandis' glücklose Uraufführung von Anja Hillings „Monsun“ Köln von Hans-Christoph Zimmermann | Seite 40 |
| Felicia Zellers „Einfach nur Erfolg“ adaptiert frei das Leben der Legende Kurt Cobain Freiburg von Bodo Blitz | Seite 41 |
| Helmut Kraussers „Unser Lied. Gesang vom Untergang Burgunds“ uraufgeführt Bonn von Morten Kansteiner | Seite 42 |
| Gustav Rueb bringt Dukovskis „Die andere Seite“ zur Uraufführung Kassel von Jörg Buddenberg | Seite 43 |
| Genazinos Debüt „Lieber Gott mach mich blind“ kommt nicht vom Fleck (Sh. Sojitrawalla) Darmstadt von Shirin Sojitrawalla | Seite 44 |
| Die Neue Bühne Senftenberg startet mit dem 2. GlückAufFest in die neue Saison Senftenberg von Martin Linzer | Seite 45 |
| Eröffnung der Kammerspiele mit „Süßer Vogel Jugend“ und „4.48 Psychose“ Magdeburg von Jörg Buddenberg | Seite 47 |
| Karin Koller inszeniert Jon Fosses „Schönes“ am Schauspielhaus Salzburg von Michael Brommer | Seite 48 |
| Kolumne | Seite 51 |
| Im Wald von Josef Bierbichler | |
| Stück | |
| Charakterstudien Henning Bock und Anika Steinhoff im Gespräch mit der irischen Dramatikerin Ursula Rani Sarma | Seite 52 |
| „Durchgebrannt“ von Ursula Rani Sarma | Seite 53 |
| Magazin | |
| Selige Zeiten, brüchige Festivalwelt - dampf 05 in Köln und off limits in Dortmund von Hans-Christoph Zimmermann | Seite 62 |
| Hochkünstliche Anordnung - Lars von Triers Film "Manderley" von Dirk Pilz | Seite 62 |
| Kulturpolitik in der Schweiz zwischen Lust und Last von Stefan Koslowski | Seite 64 |
| Bücher/CDs Uta Atzpodien: Szenisches Verhandeln - Brasilianisches Theater der Gegenwart. Transcript Verlag von Friedhelm Teicke | Seite 65 |
| Bücher/CDs Thomas Irmer (Hrsg.): Luk Perceval. Theater und Ritual von Hans-Christoph Zimmermann | Seite 65 |
| Bücher/CDs Heike Adamski: Diener, Schulmeister und Visionäre von Miriam Ruesch | Seite 65 |
| Bücher/CDs Wolfgang Borchert: Draußen vor der Tür von Lena Schneider | Seite 66 |
| Meldungen | Seite 68 |
| Premierenkalender | Seite 69 |
| November 2005 | |
| Impressum | Seite 71 |
| Vorschau | Seite 72 |
| Dezember 2005 | |
| Kommentar | Seite 72 |
| Zahlenspiele von Alexander Schnackenburg | |

