Heft 06/2005
double 05
Broschur mit 40 Seiten
Format: 210 x 280 mm
ISSN 0040-5418
KEIN PORTO innerhalb Deutschlands
VERFÜGBARKEIT: Versandfertig innerhalb von 1-3 Werktagen
double 05
Dramaturgie im Puppen- und Figurentheater
„Es fehlt an dramaturgischer Struktur!", rufen Rezensenten, Regisseure und Zuschauer den Figurentheater-Machern zu. Und haben damit häufig Recht. Fast ebenso häufig aber auch nicht. Denn die Diagnose einer schwachen Dramaturgie geht nicht selten von einem Dramaturgie-Begriff aus, der dem Wesen und den strukturellen Gegebenheiten des Figurentheaters nicht gerecht wird. So leiten sich viele dramaturgische Prinzipien aus dem Primat des Textes ab, was in einer bildorientierten und oftmals eher musikalisch-choreographisch aufgebauten Theaterform nur bedingt greift. Auch der Hinweis auf eine fehlende Fabel, auf eine unzureichend kausallogisch organisierte Erzählform, scheint der Intention mancher Figurentheater-Inszenierung diametral entgegenzulaufen. Also: „Ein Lob der offenen Struktur! Es folge, wer folgen kann!" Was aber, wenn die Zuschauer zurück bleiben? [weiter]
« Inhalt
| Inhaltsinfo | Seite |
|---|---|
| Thema | |
| Von der Entdeckung des offen Sichtlichen oder Die Sprache der Dinge | Seite 4 |
| Unsichtbare Bananen Ein Frage-Antwort-Spiel zwischen Gert Engel und Francesca Bettini | Seite 8 |
| Keine Gedanken, keine Botschaft Gespräch mit dem niederländischen Theatermacher Ad van Iersel | Seite 10 |
| Affirmation und Perfektion Hindernisse für ein avanciertes Theater von Gerd Taube | Seite 12 |
| Das Philoktet-Projekt Über einen Workshop mit Emilio García Wehbi in Berlin von Oliver Kranz | Seite 15 |
| Scheinwerfer der Aufmerksamkeit: Zuschauen als Bestandteil der Aufführung Über die norwegische Produktion „Dråpene“ und die Allerkleinsten im Theater | Seite 16 |
| Festivals | |
| Großer Bahnhof für kleine Zuschauer „Kulturbahnhof“ in Hamm: ein neues Theaterhaus für Kinder und ein fast neues Festival von Anke Meyer | Seite 19 |
| Niederländische Theaterexperimente Über das Amsterdamer Festival RISK | Seite 21 |
| Erdachte Bildwelten „Die Kleemaschine“ beim Festival WEITBLICK, Braunschweig | Seite 25 |
| Inszenierungen | |
| „Ich möchte wohl ein Baum sein“ „Auf Holzwegen“ des Teatron Theaters Arnsberg von Johanna Renger | Seite 27 |
| Sein Herz brennt „Feuer und Flamme“ der Pyromantiker AG im Berliner Tacheles von Gerd Taube | Seite 28 |
| Sieg über das Kino „Der Hobbit“ vom Figurentheater Wilde & Vogel und Florian Feisel in der Brotfabrik Bonn | Seite 29 |
| Wie das Bild vom Einhorn durch die Schöpfung wandert „Das Mädchen mit dem steinernen Rock“ von Silke Kruse in der SCHAUBUDE Berlin | Seite 30 |
| Von Pelztierkochern und anderen Absurditäten „Die Tagebücher von Kommissar Zufall“ von half past selber schuld im FFT Düsseldorf von Annette Dabs | Seite 31 |
| Bühne | Seite 32 |
| Aufbruch in die Zukunft Gespräch mit Annette Scheibler vom Stuttgarter Ensemble Materialtheater | |
| Nachruf | Seite 36 |
| Peter Klaus Steinmann (1935 – 2004) | |
| Buchbesprechung | Seite 37 |
| Notizen | Seite 38 |
| Impressum | Seite 40 |

