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Heft 15/1952
Deutsche Festspiele der Volkskunst

Broschur mit 40 Seiten
Format: 160 x 230 mm

ISSN 0040-5418


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Deutsche Festspiele der Volkskunst

Noch hie in der Geschichte der deutschen Volkskunst haben sich so viele Menschen zu einem Fest der Volkskunst vereinigt wie in den Deutschen Festspielen der Volkskunst, die am 5. und 6. Juli in Berlin ihren Abschluß und Höhepunkt erreichten. 5506 Volkskunstgruppen aller Art und 2042 Einzelschaffende haben sich während der sechsmonatlichen Vorbereitung zu diesen Festspielen aktiv beteiligt. Insgesamt haben sich also über hunderttausend deutsche werktätige Menschen im Gesamtrahmen dieser Festspiele künstlerisch betätigt.

Wie war diese reiche Entfaltung der deutschen Volkskunst möglich?

In seiner großen Rede zur Eröffnung der Festspiele gab Ministerpräsident Otto Grotewohl eine Antwort auf diese Frage: "Die materiellen Grundlagen des Volkes beeinflussen auch seinen kulturellen Aktionsradius und die Möglichkeiten der kulturellen Entwicklung. Darum sorgen wir uns in der Deutschen Demokratischen Republik um die Erhöhung des Lebensniveaus unserer Werktätigen. Der Mensch steht im Mittelpunkt aller Maßnahmen. Unser Fünfjahrplan hat das Ziel, an seinem Ende eine solche Höhe der Lebenshaltung zu erreichen, wie man sie bisher in Deutschland noch nicht gekannt hat ... Steigerung der Lebenshaltung, das gibt die Möglichkeit der kulturellen Betätigung, das ist ein schöneres und besseres Leben, das ist ein neues, glückliches und tiefes Leben."

"Darum hat", so fuhr Otto Grotewohl fort, "die Regierung der Deutschen Demokratischen Republik ununterbrochen daran gearbeitet, das wachsende kulturelle Bedürfnis unserer arbeitenden Menschen zu entwickeln und zu befriedigen. Immer neue und größere Kreise unseres ganzen Volkes sollen sich der Schöpfungen unserer Kultur, unserer Theater, der Musik, der Literatur, der Malerei, des Gesanges und des Tanzes bemächtigen. Sie sollen aus dem Hörer, aus dem Zuschauer und Betrachter herauswachsen, um mit tiefer innerer Freude den Weg vom Erleben zum Gestalten zu gehen. Die innere kulturelle und künstlerische Beglückung des einzelnen soll zur Kraftquelle für Tausende und Millionen werden." Wer die zahlreichen Darbietungen der Chöre und dramatischen Zirkel, der sinfonischen Orchester und der Ensembles, der Volksmusikorchester und Tanzgruppen, der Instrumentalsolisten und Kabarettensembles, der Kammermusikgruppen und der Artistenkollektive miterlebt hat, die in diesen bei den denkwürdigen Tagen auf allen Bühnen im demokratischen Sektor und einer Reihe von Freilichtbühnen in Berlin aufgetreten sind, - wer auch nur einem kleinen Teil di·eser Aufführungen beiwohnen konnte, wird bereits zu der Überzeugung gekommen sein, daß diese "innere. kulturelle und künstlerische Beglückung" bei vielen Tausenden deutscher Werktätiger bereits eine Tatsache geworden ist. Und wer die große Abschlußveranstaltung am 6. Juli abends auf dem Marx-Engels-P latz miterlebt hat, die zu einem wahren Volksfest der Lebensfreude geworden ist, wird auf den Gesichtern der Auftretenden und der Zuschauer abgelesen haben, daß diese künstlerische Beglückung bereits zu der Kraftquelle für Tausende geworden ist, von der Otto Grotewohl sprach. [...].

Aus Eberhard Rebling: Deutsche Festspiele der Volkskunst, S. 2-3

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