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Titelcover

Heft 22/1952
Arbeit der Massenorganisationen an den sowjetischen Theatern

Broschur mit 40 Seiten
Format: 160 x 230 mm

ISSN 0040-5418


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Arbeit der Massenorganisationen an den sowjetischen Theatern

[...]. Anläßlich unserer Reise in die Sowjetunion zum Studium der Theater hatten wir auch Gelegenheit, die Arbeit der Gewerkschaft der Kunstschaffenden und der Allrussischen  Theatergesellschaft (WTO) kennenzulernen. Im sowjetischen Theaterleben spielen diese Organisationen eine hervorragende Rolle, und die hohen künstlerischen Leistungen der sowjetischen Theater wären ohne ihre Hilfe undenkbar.

Im Moskauer Akademischen Künstlertheater (MCHAT) erlebten wir die Praxis der Theaterarbeit aus nächster Nähe. Während unseres Aufenthalts wurde an diesem Theater die Uraufführung des Schauspiels "Oktober" von Tschiaureli vorbereitet. Die Gewerkschaftsorganisation des Betriebs, die ihre Aufgabe darin sieht, der Direktion bei der Leitung des Betriebs auf künstlerisch hohem Niveau zu helfen, die Kosten zu senken und die Einnahmen des Theaters zu erhöhen, hatte eine Brigade gebildet, um den täglichen Stand der Arbeiten in den Werkstätten und bei den Proben zu kontrollieren. Die einzelnen Abteilungen sind Wettbewerbsverpflichtungen eingegangen. In diesen Verpflichtungen sind die Aufgaben der Abteilungen im Rahmen der Inszenierung, die Qualität und die Termine der Durchführung enthalten. Die Bewertung des Wetlbewerbs geschieht danach, wie weit die einzelnen Abteilungen ihre Aufgaben erfüllen. Die Brigade kontrolliert diese Erfüllung. Fehler und Zurückbleiben werden an der Wandzeitung kritisiert und in der Öffentlichkeit diskutiert, so daß mit der täglichen Kontrolle die Hilfe und Anleitung für die einzelnen Mitarbeiter verbunden ist. Selbstverständlich ist es nicht die Aufgabe der Kontrollbrigade, in die künstlerische Arbeit des Regisseurs und der Schauspieler einzugreifen; ihre Aufgabe ist lediglich, diese künstlerische Arbeit zu unterstützen, indem sie den reibungslosen Ablauf aller Arbeiten sicherstellt.

Hier haben wir ein praktisches Beispiel für die Arbeit der Gewerkschaften, die in der Sowjetunion auch am Theater Schulen der Demokratie und des Kommunismus sind. Dementsprechend bestehen ihre Hauptaufgaben in der Unterstützung der künstlerischen Institutionen, in der Planerfüllung durch die Entfaltung des sozialistischen Wettbewerbs, in der Hebung des sozialistischen Bewußtseins und der Vertretung der sozialen Interessen der Kunstschaffenden: Die Gewerkschaft Kunst umfaßt in der Sowjetunion alle die Werktätigen, die auf dem Gebiete der Kunst oder an künstlerischen Institutionen arbeiten. Sie umfaßt alle Mitarbeiter der Theater, der Zirkusse, der Museen, des Kunstkomitees sowie die ausübenden Musiker, Maler, Bildhauer, Kunstpädagogen usw. Die Leitung der Gewerkschaft setzt sich vorwiegend aus Künstlern zusammen, dem Präsidium gehören namhafte Volkskünstler an, und an der Spitze der einzelnen Sektionen stehen ebenfalls Künstler. [...].

Aus Willy Lewin: Arbeit der Massenorganisationen an den sowjetischen Theatern, S. 1

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