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Titelcover

Heft 01/1953
Zur Dramaturgie des Märchens

Broschur mit 64 Seiten
Format: 170 x 240 mm

ISSN 0040-5418


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Zur Dramaturgie des Märchens

Sabine Brandt nahm in Heft 19 des "Theaters der Zeit" Stellung zu einem Aufsatz von Günter Kaltofen über sein Märchenspiel "Die Bremer Stadtmusikanten" (Heft 17/52). Sie lehnt darin seine Lösung des Problems rundweg ab. Sie sagt: "Ein Märchen zu bearbeiten heißt, seinen verborgenen Sinn erkennen, nicht ihm einen neuen aufpfropfen."

Da ich selbst Autorin mehrerer Märchenspiele bin, deren eines, "Dornröschen", im vorigen Jahr im Magdeburger Maxim-Gorki- Theater mit Erfolg aufgeführt wurde, habe ich mich gründlich mit den in beiden Aufsätzen aufgeworfenen Fragen befaßt und sie auch an sowjetischen Märchenspielen studiert.

Selbstverständlich soll man einem Märchen nicht künstlich etwas "aufpfropfen", was nicht , schon darin liegt. Sabine Brandt meint ganz richtig: "Man soll seinen verborgenen Sinn erkennen."

Aber was heißt beim Märchen "verborgener Sinn"? Denken wir allein daran, was eine gewisse "Märchenforschung" alles in unsere Volksmärchen an Symbolhaftem und Abseitigem hineingeheimnist hat. Diesen Sinn meint wohl auch Sabine Brandt nicht. Sie meint, so wie Günter Kaltofen und wie auch ich, den gesellschaftlichen, gesellschaftskritischen Sinn eines Märchens. [...].

Aus Beatrice Stolzenbach: Zur Dramaturgie des Märchens, S. 5-6

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