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Titelcover

Heft 21/1963
Zu Ernst Wendts Beiträgen über unser Theater

Broschur mit 40 Seiten
Format: 200 x 270 mm

ISSN 0040-5418


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Zu Ernst Wendts Beiträgen über unser Theater

Die Frage, wie es aus dem Wald schallt, in den man gerufen hat, bewegt "Theater heute" in seinem Oktober-Heft, in dem das Echo auf Ernst Wendts Beiträge über unser Theater (THEATER DER ZEIT, 17/63) nachgedruckt ist. Mit Kürzungen zwar, vor allem jener Passagen, in denen wir einige Standpunkte unserer westdeutschen Kollegen begrüßen; aber doch ohne Einschränkung unserer Meinung, auf welcher Grundlage wir Begegnungen und Auseinandersetzungen für sinnvoll halten: Auf der Basis von Sachlichkeit und ohne antikommunistische Voreingenommenheit.

Wir bedauern zwar, daß es "Theater heute" für notwendig hält, unsere vom Streben um Klarheit getragenen Argumente als falsche Unterstellungen zu bezeichnen und daraus abzuleiten, daß ein Gespräch nahezu aussichtslos sei. Wichtiger dünkt uns jedoch, daß mit dem Abdruck unseres Artikels "Gefesseltes Theater?" in "Theater heute" das Gespräch de facto eröffnet ist und die Redaktion sich erneut zu jenen Sätzen aus ihrem Juli-Heft bekennt, die wir gern im Wortlaut wiederholen. Auch weil unser Zitieren offenbar den Anschein erweckt hat, es ginge uns um tendenziöse Kürzungen. "Ist es nicht an der Zeit ... wieder das Risiko der propagandistischen Ausnutzung von Gastspielen einzugehen - um der Begegnung und Auseinandersetzung willen? Es ist nicht alles papierne Tendenz, was drüben auf dem Theater geschieht. Kunst ist auch unter politischen Vorzeichen möglich. Es wäre gut, wenn wir die besten Resultate davon zur Kenntnis nehmen könnten - als Herausforderung, zur Klärung, zur Festigung unserer eigenen Position." Wir möchten diese Worte - und keineswegs propagandistisch - ausnutzen und "Theater heute" in aller Öffentlichkeit den Vorschlag unterbreiten, im bevorstehenden Shakespeare-Jahr die von bei den Seiten gewünschten Gespräche und Auseinandersetzungen zu beginnen. Wir denken dabei an den Austausch von Informationen und Artikeln, an die Unterstützung bei gegenseitigen Besuchen von Regisseuren, Dramaturgen und Kritikern. Vor allem aber auch an eine Vereinbarung über zwei Rundtischgespräche in Hannover und Berlin zu den Ergebnissen der Shakespeare-Ehrung in den zwei deutschen Staaten, die in beiden Zeitschriften veröffentlicht werden können. Vom Nutzen solcher Kontakte überzeugt, hoffen wir, daß unser konkreter Vorschlag eine konkrete Antwort findet.

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