Heft 12/2007
Was ist das für ein Ding?
Heiner Goebbels im Gespräch
Broschur mit 84 Seiten
Format: 215 x 285 mm
ISSN 0040-5418
+++ In dieser Ausgabe: IXYPSILONZETT 3/07 - Das Magazin für Kinder- und Jugendtheater +++
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Was ist das für ein Ding?
Heiner Goebbels im Gespräch
„Wie erzeugt man mit Theater eine Wirkung wie beim Anblick eines Nilpferds?", lautet eine jener Aufgaben, denen sich Heiner Müller mit seinem Werk stellte. Als ästhetisches Problem ist das Hippopotamus amphibius irgendwo zwischen Verfremdungstheorie und Surrealismus gebürtig. Sein Biodesign erstaunt den Philosophen, geht es doch mit dem Unbekannten schwanger. Falls ein vergleichbares Etwas auf der Bühne niederkommt, sieht es natürlich nicht aus wie ein Nilpferd. Erstens kennt man das schon, und zweitens befindet man sich im Reich der Verwandlung. Vielmehr lautet die richtige Lösung: „Das ist keine Frage. Das ist keine Antwort. Das ist ein Ding." Wenn Heiner Goebbels seine jüngste Produktion „Stifters Dinge" betitelt, ist damit also ein idealer Anlass gegeben, mit ihm über Konstruktionsprinzipien des Fremden zu sprechen. Wer erfahren möchte, warum ausgerechnet ein Theater ohne Menschen den Zuschauer zum Souverän macht oder ein leeres Zentrum Begrenzungen unserer Wahrnehmung überwinden hilft, stößt auf jene Paradoxien des Sinns, ohne die Moderne nicht wäre. Dem Experiment mit dem Fremden hat sich gewissermaßen auch die neue Leitung des Schauspiels Köln verschrieben. Hier gilt es, die Gestalt des Migranten in eine ästhetische Kategorie umzuformen. Dafür mit Hebbels Nibelungensaga den Hexenkessel von Etzels Saal in Beschlag zu nehmen, entbehrt nicht einer humorigen Note. Sebastian Kirsch begleitete den Zug der Rheinarmee ins Feindesland und stieg anschließend gleich mehrmals in der Halle Kalk ab, wo die Marathonperformance „Die Erscheinungen der Martha Rubin" Befremden auf hohem Niveau als humanistischen Erlebnistrip anbietet. [weiter]
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« Inhalt
| Inhaltsinfo | Seite | |
|---|---|---|
| Editorial | ![]() | Seite 1 |
| Gespräch | Seite 8 | |
| Der Zuschauer als Souverän Heiner Goebbels im Gespräch von Dorte Lena Eilers, Frank Raddatz | ||
| Neustart | ||
| Die Fremdlinge im eigenen Haus Karin Beier beginnt ihre Kölner Intendanz mit vier Premieren und einem Schwerpunkt zum Thema Fremdheit von Sebastian Kirsch | Seite 18 | |
| Markenbewusst Wie Generalintendant Hans-Joachim Frey mit ausgefeilten Marketingstrategien das Theater Bremen sanieren will von Dorte Lena Eilers | Seite 21 | |
| Aktuelle Inszenierung | Seite 24 | |
| Kopf an Kopf Zum Start der neuen Spielzeit am Hamburger Thalia Theater und am Schauspielhaus von Rudolf Mast | ||
| Bühnenbild | Seite 28 | |
| Sprechende Räume Ein Porträt der Bühnenbildnerin Bettina Meyer von Anja Dürrschmidt | ||
| Hausporträt | Seite 32 | |
| Väter und Königinnen Das Theater Bielefeld auf Heldensuche von | ||
| Ausland | Seite 35 | |
| Georgien: Theater als lebendiges Museum Tbilissi Revisited von Antje Dietze, Günther Heeg, Mariam Iaschwili, Birgit Kuch, Nicolas Landru | ||
| Auftritt | ||
| Uraufführung von Savyon Liebrechts „Die Banalität der Liebe“ inszeniert von Stefan Heiseke Bonn von Frederike Jacob | Seite 41 | |
| Kristo Sagors „Genannt Gospodin“ und Sabine Harbekes „trotzdem“ in Bochum uraufgeführt Bochum von Hans-Christoph Zimmermann | Seite 42 | |
| Jürgen Gosch inszeniert Shakespeares „Was ihr wollt“ am Düsseldorfer Schauspielhaus Düsseldorf von Mirjam Schmuck | Seite 44 | |
| Spielzeitauftakt in Jena mit „Knock out“ von Katharina Schmitt und „Second Life“ von Tomas Schweigen & Ensemble Jena von Michael Helbing | Seite 45 | |
| Neue Räume für Tanzexperimente: Start des K3-Zentrums für Choreographie/Tanzplan Hamburg Hamburg von Klaus Witzeling | Seite 47 | |
| „The Sound of Silence – Ein Konzert von Simon & Garfunkel 1968 in Riga, das nie stattgefunden hat“ wird im Haus der Berliner Festspiele in der Regie von Alvis Hermanis uraufgeführt Berlin von Martin Linzer | Seite 49 | |
| Falk Richter inszeniert sein neues Stück „Im Ausnahmezustand“ an der Schaubühne Berlin von Anja Dürrschmidt | Seite 50 | |
| Shakespeares „Coriolan“ wird von Claudia Bosse in eine leere Wiener Tramhalle verlegt Wien von Margarete Affenzeller | Seite 51 | |
| Kolumne | Seite 52 | |
| Spaß beiseite von Emine Sevgi Özdamar | ||
| Stück | Seite 53 | |
| „Im Ausnahmezustand“ von Falk Richter | ||
| Magazin | ||
| Von Clowns und Spaltungen Die 17. Euro-Scene zeigt in bewährter Weise Theater aus ganz Europa von Torben Ibs | Seite 69 | |
| Verlässlich unberechenbar Unidram-Festival in Potsdam von Jörg Giese | Seite 71 | |
| Kollektive Intelligenz Ein Themenwochenende im Schauspiel Essen zum Phänomen der "Schwärme" von Hans-Christoph Zimmermann | Seite 72 | |
| Die Aulösung der Pole Wroclaw, Oktober 2007 von Lena Schneider | Seite 73 | |
| Neue Plattform für die freie Szene in Berlin von Verena Huth | Seite 75 | |
| Bücher Jens Schröter, Gregor Schwering, Urs Stäheli (Hg.): Media Marx. Ein Handbuch von Holger Kuhn | Seite 77 | |
| aufgelesen von Sebastian Kirsch | Seite 78 | |
| CD Ingo Starz (Hg.): Theaterstimmen - 60 legendäre Schauspieler im Originalton von 1901 bis 2006 von Tobias Becker | Seite 78 | |
| CD Joh. W. v. Goethe: Torquato Tasso. Hörspielfassung von Wolfgang Behrens | Seite 79 | |
| etc. von Sebastian Kirsch | Seite 79 | |
| Meldungen | Seite 80 | |
| Premierenkalender | Seite 81 | |
| Dezember 2007 | ||
| Impressum | Seite 83 | |
| Kommentar | Seite 84 | |
| Rostocks Theater mal wieder in schwerer See von Hartmut Krug | ||
| Vorschau | Seite 84 | |
| Januar 2008 | ||
| Insert | Seite 85 | |
| Tesla – Chris Kondek | ||





