Nestroy-Theaterpreis 2014

Preisverleihung am 10. November in Wien

Wie der Wiener Bühnenverein gestern vermeldete, findet am 10. November zum 15. Mal die Preisverleihung des Theaterpreises Nestroy statt.

Schon fest steht, dass Klaus Maria Brandauer den Nestroy für das Lebenswerk erhält. Außerdem bekommt der schottische Dramatiker David Greig für sein Drama „Die Ereignisse“, das als „Bestes Stück“ gekürt wurde und Hans Kudlich für sein beeindruckendes Bühnenbild zu Büchners Woyzeck, einen Nestroypreis verliehen. Peter Gruber erhält den „Spezialpreis“ für vier Jahrzehnte volksnahe Nestroypflege bei den Nestroyspielen Schwechat.

Unter den insgesamt 36 Nominierten, sind mehr als 20 Schauspieler/innen, Regisseur/innen und Autor/innen, die erstmals für den Nestroy-Preis nominiert sind, das bedeutet „neue Gesichter, neue Stücke, neue Tendenzen“.
Hier die Nominierten:

BESTE SCHAUSPIELERIN
Hanna Binder als Marie in „Woyzeck“ nach Georg Büchner, Volkstheater
Maria Happel als Mutter Courage in „Mutter Courage und ihre Kinder“ von Bertolt Brecht, Burgtheater
Nicole Heesters als Vera in „Vor dem Ruhestand“ von Thomas Bernhard, Theater in der Josefstadt
Sona MacDonald als Marlene Dietrich in „Spatz und Engel“ von Daniel Große Boymann und Thomas Kahry, Burgtheater und als Inger in „Wie im Himmel“, der Bühnenversion des Films von Kay Pollak, Theater in der Josefstadt
Birgit Stöger als Asra in „Niemandsland“ von Yael Ronen & Company, Schauspielhaus Graz

BESTER SCHAUSPIELER
Haymon Maria Buttinger als Woyzeck in „Woyzeck“ nach Georg Büchner, Volkstheater
August Diehl als Hamlet in „Hamlet“ von William Shakespeare, Burgtheater
Johannes Silberschneider als Erzähler in „Holzfällen“ nach dem Roman von Thomas Bernhard, in einer Bühnenfassung von Krystian Lupa, Schauspielhaus Graz
Daniel Sträßer als Konstantin in „Die Möwe“ von Anton Tschechow, Akademietheater
Thiemo Strutzenberger als Maximilian Aue in „Die Wohlgesinnten“ nach Jonathan Littell, Schauspielhaus Wien

BESTE NEBENROLLE
Claudia Kottal als Inés in „Don Gil von den grünen Hosen“ von Thomas Birkmeir nach einer Komödie von Tirso de Molina, Theater der Jugend
Christoph Krutzler für die Verkörperung seiner Rollen in „Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus, Salzburger Festspiele in Kooperation mit dem Burgtheater
Eva Maria Marold als Hilde in „Hafen Wien“, ein Singspiel von den Toten von Ernst Molden, Rabenhof Theater
Peter Matić für die Verkörperung seiner Rollen in „Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus, Salzburger Festspiele in Kooperation mit dem Burgtheater
Albrecht Abraham Schuch als Sekretär in „Maria Magdalena“ von Friedrich Hebbel, Burgtheater

BESTE REGIE
Antonio Latella mit „Die Wohlgesinnten“ nach Jonathan Littell, Schauspielhaus Wien
Krystian Lupa mit „Holzfällen“ nach dem Roman von Thomas Bernhard, in einer Bühnenfassung von Krystian Lupa, Schauspielhaus Graz
Michael Schottenberg mit „Woyzeck“ nach Georg Büchner, Volkstheater

BESTER NACHWUCHS
Iréna Flury als Juana in „Don Gil von den grünen Hosen“ von Thomas Birkmeir nach einer Komödie von Tirso de Molina, Theater der Jugend
Swintha Gersthofer als Edrita in „Weh dem, der lügt!“ von Franz Grillparzer, Landestheater Niederösterreich
Stefan Gorski als Gavrilo Princip in „1914 – Zwei Wege in den Untergang“ von Nicolaus Hagg, Festspiele Reichenau
Gideon Maoz für ein Solo mit drei Figuren in „Wie Mücken im Licht“ von Anne Habermehl und als Naseer in „Allerwelt“ von Philipp Weiss, Schauspielhaus Wien
Raphaela Möst als Agnes in „Die Geschichte vom Fräulein Pollinger“ nach Ödön von Horvárth, Theater in der Josefstadt/Probebühne

BESTE OFF-PRODUKTION
„Der diskrete Charme der smarten Menschen“ von Ed. Hauswirth und Ensemble nach dem Film „Der diskrete Charme der Bourgeoisie“ von Luis Buñuel, inszeniert von Ed. Hauswirth, TAG
„Hafen Wien“, ein Singspiel von den Toten von Ernst Molden, inszeniert von Thomas Gratzer, Rabenhof Theater

„Wiener.Wald.Fiction“ nach Ödön von Horváth und Quentin Tarantino von Ernst Kurt Weigel und Grischka Voss, das.bernhard.ensemble,DAS OFF THEATER

BESTE DEUTSCHSPRACHIGE AUFFÜHRUNG
„Common Ground“ von Yael Ronen & Ensemble, inszeniert von Yael Ronen, Maxim Gorki Theater Berlin
„Faust“ von Johann Wolfgang Goethe, inszeniert von Martin Kušej, Residenztheater München
„Tauberbach“ von Alain Platel, inszeniert von Alain Platel, eine Produktion der Münchner Kammerspiele und Les Ballets C de la B in Zusammenarbeit mit dem NT Gent

BESTE BUNDESLÄNDER-AUFFÜHRUNG
„Höllenangst“ von Johann Nestroy, inszeniert von Susanne Lietzow, Theater Phönix Linz
„Meine Mutter, Kleopatra“ von Attila Bartis, basierend auf seinem Roman „Die Ruhe“, inszeniert von Róbert Alföldi, Landestheater Niederösterreich
„Weh dem, der lügt!“ von Franz Grillparzer, inszeniert von Alexander Charim, Landestheater Niederösterreich

Keine Nestroy-Gala gleicht der anderen und so ist künftig jedes Jahr ein anderes Theater für das künstlerische Programm der Gala verantwortlich. Dieses Jahr übernimmt das „Theater der Jugend“ unter der künstlerischen Leitung von Thomas Birkmeir die Verantwortung für das Konzept, die bereits das Erfolgstrio der ORF-Satireshow „Wir Staatskünstler“ verpflichten konnte für das künstlerische Rahmenprogramm zu sorgen.

Quelle: PM Wiener Bühnenverein

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