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Das Theater darf kein Supermarkt werden!

Ausschreibung für internationales Protestfestival

Das Jugendstil Theater "Mala Strana" am Mittersteig in Wien gilt als historisches Juwel des Wiener Sezessionismus. Nun soll es umgebaut werden - angeblich in einen Supermarkt. Die Regisseurin und Autorin Astrid Kohlmeier hat aus Protest gegen die "Versupermarktung" des Theaters ein Festival ins Leben gerufen.

Das Mala Strana hat eine bewegte Geschichte als Boxring, Bordell, Kino, Konzertlocation und Theater hinter sich. Seit mehr als zehn Jahren steht es leer. Angeblich soll es in einen Supermarkt umgebaut werden. Bezirksvorsteherin Barbara Neuroth (Grüne) lehnt solche Pläne ab: „Wir wollen definitiv keinen Supermarkt in dem historischen Saal.“ Der Eigentümer des Gebäudes, Conwert Immobilien, ließ bisher durch den Sprecher Clemens Billek mitteilen, es werde dort keine Supermarktkette einziehen - es soll jedoch als "Geschäft" gewerblich genutzt werden.

Gegen die "Versupermarktung" des Theaters wehrt sich neben der Interessensgemeinschaft Mala Strana auch die Grazer Autorin und Regisseurin Astrid Kohlmeier. Sie entwickelte ein Konzept für eine Kunstaktion, die "dem Protest von Kunst- und Kulturschaffenden gegenüber der fortschreitenden VERSUPERMARKTUNG DER KUNST Gehör verschaffen will und einen dafür angemessenen künstlerischen Ausdruck ermöglichen soll". Das internationale Protestfestival "DAS THEATER IST KEIN SUPERMARKT", findet vom 15. bis 16.09.2012 unter Kohlmeiers Intendanz in Wien statt.

Das Projekt soll in Zusammenarbeit mit zahlreichen renommierten internationalen Künstlerinnen und Künstlern realisiert werden. Für das Festivalprogramm werden noch weitere Beiträge zum Thema "DIE VERSUPERMARKTUNG DER KUNST" gesucht - aus allen Kunstsparten. An der Teilnahme Interessierte sind gebeten ihre KONZEPTE ab sofort via E-Mail (kohlmeier_astrid@yahoo.de) einzureichen.

Quellen: PM Astrid Kohlmeier; Bericht aus Die Presse

Notiert am 31.01.2012 von Benedict Roeser