Bayrischer Kunstförderpreis 2015 vergeben

Der Bayrische Kunstförderpreis 2015 in der Sparte „Darstellende Kunst“ wird dieses Jahr an Valery Tscheplanowa, seit 2013 Ensemblemitglied des Münchner Residenztheaters, und an Jacob Keller, derzeit engagiert am Theater Regensburg, vergeben. Dies wurde letzte Woche vom Bayrischen Staatsministerium vermeldet. Die weiteren Preise, die ebenso mit jeweils 6.000 Euro dotiert sind, gehen an die beiden Sänger Danae Kontora und Ludwig Mittelhammer.

Valery Tscheplanowa bezeichnete die Jury als eine hinreißende Ausnahmeschauspielerin, die bisweilen wie ein Wesen aus einer Zwischenwelt erscheine, und einen rätseln lasse, ob sie gerade dabei ist, sich ein eigenes Rollenfach zu schaffen, das sie ganz alleine besetzt.
1980 geboren, studierte sie zunächst Tanz an der Palucca Schule Dresden und drei Semester Puppenspiel an der Hochschule für Schauspiel „Ernst Busch“ in Berlin, bevor sie dort ihr Schauspielstudium absolvierte. Nach Stationen am Deutschen Theater Berlin und am Schauspiel Frankfurt ist sie seit der Spielzeit 2013/2014 fest am Bayerischen Staatsschauspiel engagiert. Für ihre Rolle als Njurka in „Zement“ von Dimiter Gotscheff erhielt sie im Rahmen des Berliner Theatertreffens 2014 den Alfred-Kerr-Darstellerpreis.

Jacob Keller überzeugte die Jury durch sein hohes Formbewusstsein gepaart mit psychologischem Einfühlungsvermögen für seine Rollen und die Situationen auf der Bühne. Er sei gleichermaßen ein kollegialer Teamplayer und ein Solist mit „Rampensau-Qualitäten“, so die Jury. Er sei spontan, mutig, sehr musikalisch, und er habe einen anarchischen Witz.
Jacob Keller, geboren 1984 in Berlin, absolvierte das Schauspielstudium in Leipzig und trat in dieser Zeit schon am Centraltheater Leipzig auf. In der Spielzeit 2012/13 kam er an das Theater Regensburg und prägte das neue Schauspielensemble unter der Intendanz von Jens Neundorff von Enzberg von Anfang an entscheidend mit.

Der Bayrische Kunstförderpreis wird jährlich in den vier Sparten „Bildende Kunst“, „Darstellende Kunst“, „Musik und Tanz“ sowie „Literatur“ vergeben. Der Preis solle laut Kunstminister Ludwig Spaenle für die Ausgezeichneten „nicht nur Anerkennung, sondern auch ein Ansporn für ihre weitere Entwicklung sein.“ Er wird am 11. November diesen Jahres in München verliehen.

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