Der Faust 2015

Der Bassbariton Franz Mazura wird für sein Lebenswerk ausgezeichnet

Am 14. November 2015 feiert der Deutsche Theaterpreis DER FAUST sein zehnjähriges Bestehen. Jubiläumsfeier und Vergabe des Theaterpreises finden in diesem Jahr im Saarländischen Staatstheater Saarbrücken statt.

Die Nominierten in den acht Kategorien sind:

Regie Schauspiel:

- Gernot Grünewald, „Palmer – Zur Liebe verdammt fürs Schwabenland“, Landestheater Württemberg-Hohenzollern Tübingen Reutlingen

- Ryan McBryde, „1984“, Altes Schauspielhaus und Komödie im Marquardt Stuttgart

- Jette Steckel, „Die Tragödie von Romeo und Julia“, Thalia Theater Hamburg

Darstellerin/Darsteller Schauspiel:

- Kristian Bader, Adolf Hitler in „Er ist wieder da“, Altonaer Theater Hamburg

- Lina Beckmann, Ella in „John Gabriel Borkman“, Deutsches Schauspielhaus Hamburg

- Bibiana Beglau, Mephisto in „Faust“, Bayerisches Staatsschauspiel München

Regie Musiktheater:

- Andrea Breth, „Jakob Lenz“, Oper Stuttgart, Koproduktion mit La Monnaie/De Munt Brüssel und der Staatsoper Berlin

- Tobias Kratzer, „Die Meistersinger von Nürnberg“, Badisches Staatstheater Karlsruhe

- Lydia Steier, „Perelà – Uomo di fumo“, Staatstheater Mainz

Sängerdarstellerin/Sängerdarsteller Musiktheater:

- Seth Carico, Kassandra in „Oresteia“, Deutsche Oper Berlin

- Barbara Hannigan, Marie in „Die Soldaten“, Bayerische Staatsoper München

- Elena Sancho Pereg, Zerbinetta in „Ariadne auf Naxos“, Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg

Choreografie:

- Bridget Breiner, „Charlotte Salomon: Der Tod und die Malerin“, Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

- Jan Pusch, „Welcome to your world“, Staatstheater Braunschweig

- Helena Waldmann, „Made in Bangladesh”, Theater im Pfalzbau Ludwigshafen. Eine Produktion von Helena Waldmann und ecotopia dance productions in Koproduktion mit Theater im Pfalzbau Ludwigshafen, Les Théâtres de La Ville de Luxembourg, Goethe-Institut Bangladesh (BD), Burghof Lörrach (D), Forum Freies Theater Düsseldorf, Tollhaus Karlsruhe, Kurtheater Baden

Darstellerin/Darsteller Tanz:

- Kusha Alexi, Charlotte in „Charlotte Salomon: Der Tod und die Malerin“, Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

- Alicia Amatriain, Teufel in „Die Geschichte vom Soldaten“ im Rahmen des Ballettabends „Strawinsky HEUTE“, Stuttgarter Ballett

- Renate Graziadei in „Transition“, Studio laborgras Berlin

Regie Kinder- und Jugendtheater:

- Tim Etchells / Robin Arthur (Forced Entertainment), „Das unmöglich mögliche Haus“, Theater an der Parkaue Berlin. Eine Produktion von Forced Entertainment und Barbican (UK) Produktion in Koproduktion mit dem Theater an der Parkaue

- Babett Grube, „Tigermilch“, Junges Schauspiel Hannover

- Jürgen Zielinski, „Ginpuin. Auf der Suche nach dem großen Glück“, Theater der Jungen Welt Leipzig

Bühne/Kostüm:

- Victoria Behr, „der die mann“, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin

- Anne Neuser, „Der Idiot“, Oldenburgisches Staatstheater

- Harald B. Thor, „Die Soldaten“, Bayerische Staatsoper München

DER FAUST wurde 2006 als nationaler, undotierter Theaterpreis ausgelobt, um auf die Leistungskraft und künstlerische Ausstrahlung der deutschen Theater-Landschaft aufmerksam zu machen. Er wird in Kooperation mit der Kulturstiftung der Länder, der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und einem jährlich wechselnden Bundesland vergeben – in diesem Jahr ist es das Saarland. Finanziert wird die Veranstaltung vom Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes, der Kulturstiftung der Länder und dem Deutschen Bühnenverein.

DER FAUST ist ein Preis der Theater für ihre Künstler. Die Theater haben das Vorschlagsrecht, dürfen jedoch keine eigenen Produktionen nennen. Daraus bestimmt eine Jury aus künstlerischen Berichterstattern und dem Ausschuss für künstlerische Fragen des Deutschen Bühnenvereins die Nominierten. Die Mitglieder der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste wählen aus diesen Nominierten die Preisträger aus, die am Abend der Verleihung bekannt gegeben werden.

Der Preisträger für das Lebenswerk steht bereits fest, es ist der Bassbariton Franz Mazura. In der Pressemitteilung des Deutschen Bühnenvereins heißt es dazu: „Franz Mazura ist einer der profiliertesten Bassbaritone im deutschsprachigen Raum. Seine künstlerische Vielseitigkeit manifestiert sich in einer ausdrucksstarken stimmlichen Leistung, sprachlicher Präzision sowie einem herausragenden Talent als Schauspieler. Alle Komponenten vereint machen ihn zu einem hervorragenden Interpreten außergewöhnlicher Rollen sowohl im klassischen wie auch im modernen Repertoire. Franz Mazura war einer der bedeutenden Sänger der Wagner-Ära unter Horst Stein am Nationaltheater Mannheim, dessen Renommee er wesentlich mitprägte. Selbst mit über 90 Jahren steht Franz Mazura noch erfolgreich auf der Bühne.“

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