Die Schweizer Tanzpreise wurden verliehen

Das Schweizer Bundesamt für Kultur verlieh am 16. Oktober 2015 im Theater Equilibre in Fribourg zum zweiten Mal die Schweizer Tanzpreise. Den mit 40 000 Franken dotierten Grand Prix Tanz erhielt Gilles Jobin, Choreograph und Leiter der gleichnamigen Compagnie in Genf. Er präge mit seiner „kompromisslosen Art den zeitgenössischen Tanz seit zwanzig Jahren“ und revolutioniere „weit über die nationalen Grenzen hinaus“, so der Wortlaut der Pressemitteilung des Bundesamtes für Kultur.

Als herausragende Tänzerin und als herausragender Tänzer wurden Simone Aughterlony und Ioannis Mandafounis ausgezeichnet. Aughterlony bringe „als unbequeme und radikale Performerin, ausdrucksstark und risikoreich auch aktuelle Themen auf die Bühne“, hieß es weiter in der Pressemitteilung. Mandafounis, Sohn einer Genferin und eines Griechen, tanzte bei den wichtigsten internationalen Tanzcompagnien wie dem Nederlands Dans Theater und der Forsythe Company. Beide erhalten je eine Preissumme von 25 000 Franken.

Claude Ratzé erhielt mit der Association pour la danse contemporaine (ADC) in Genf den mit 40 000 Franken dotierten Spezialpreis Tanz für sein langjähriges Engagement mit dieser Genfer Publikumsorganisation.

Aus dem Wettbewerb zum aktuellen Tanzschaffen wählte die Eidgenössische Jury für Tanz die vier folgenden Werke aus den beiden letzten Saisons:
„bits C 128Hz“, eine Choreographie von Béatrice Goetz und ihrer Basler miR Compagnie, „Orthopädie or to be“, ein Duo zweier unterschiedlichster Generationen und Körper von und mit Kilian Haselbeck und Meret Schlegel, „Requiem“, ein spartenübergreifendes Werk von Nanine Linning, getanzt von der Tanzcompagnie des Konzert Theater Bern und „souffle“ von Brigitte Meuwly und Antonio Bühler, einer Zusammenarbeit von DA MOTUS! und dem Kammerorchester Zeugma in Fribourg.

Ebenfalls vergeben wurde der June Johnson Dance Prize, der an das „Requiem for a piece of meat“ von Daniel Hellmann und der 3art3 company geht. Die Preise aus den beiden Wettbewerben sind mit je 25 000 Franken dotiert.

Die Schweizer Tanzpreise werden seit 2013 alle zwei Jahre vergeben. Mit dem 2012 in Kraft getretenen Kulturförderungsgesetz hat der Bund die Aufgabe übernommen, in allen Kunstsparten – und damit auch für den Tanz – Preise zu verleihen.

Kommentar hinzufügen

- Anzeige -

Meistgelesene Beiträge

Alle

auf theaterderzeit.de

Der Fall Europa

Eine Gegendarstellung. Der iranische Regisseur Amir Reza Koohestani über seinen „Kirschgarten“ am Theater Freiburg und die Zensur im Kopf im Gespräch

Mit Atmosphäre umgeben

Ob Schauspiel, Oper oder Konzert – beim Live-Erlebnis macht die britische Szenografin Es Devlin keine Unterschiede

Theater-News

Alle

auf theaterderzeit.de

Neuerscheinungen

Cover Scène 20

Scène 20
Neue französische Theaterstücke

Print € 22,00

Alle

Bestseller

Alle

Sonderangebote

Cover Volksbühne

Volksbühne
Frank Castorf - Intendanz

- 56%

Print € 8,00 € 18,00

Alle

Autorinnen und Autoren des Verlags

A - Z

Bild von Josef Bierbichler

Josef Bierbichler

Bild von Dirk Baecker

Dirk Baecker

Bild von Gunnar Decker

Gunnar Decker

Bild von Falk Richter

Falk Richter

Bild von Ralph Hammerthaler

Ralph Hammerthaler

Bild von Joachim Fiebach

Joachim Fiebach

Bild von Etel Adnan

Etel Adnan

Bild von Michael Schindhelm

Michael Schindhelm

Bild von Hans-Thies Lehmann

Hans-Thies Lehmann

Bild von Friedrich Dieckmann

Friedrich Dieckmann

Bild von Lutz Hübner

Lutz Hübner

Bild von Nis-Momme Stockmann

Nis-Momme Stockmann

Bild von Bernd Stegemann

Bernd Stegemann

Bild von Wolfgang Engler

Wolfgang Engler

Bild von Milo Rau

Milo Rau

Bild von Heiner Goebbels

Heiner Goebbels

Bild von Sasha Marianna Salzmann

Sasha Marianna Salzmann

Bild von Kathrin Röggla

Kathrin Röggla