George-Tabori-Preis erstmals in Berlin verliehen

Im Berliner Ensemble (BE) ist zum ersten Mal der George-Tabori-Preis vergeben worden. Die Abteilungsleiterin bei Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU), Ingeborg Berggreen-Merkel, überreichte den mit 20 000 Euro dotierten Hauptpreis am Montagabend an die Gruppe norton.commander.productions aus Dresden.

Den Förderpreis in Höhe von 10 000 Euro erhielt das Hamburger Duo Monika Gintersdorfer und Knut Klaßen, die die Gruppe Gintersdorfer/Klaßen leiten.

Die Auszeichnung des Fonds Darstellende Künste ist für herausragende Ensembles der freien Theater- und Tanzszene gedacht. Der Fonds vergibt den Preis anlässlich seines 25-jährigen Bestehens. Wie Vorstandsvorsitzender Jürgen Flügge in seiner Eröffnungsrede sagte, soll künftig eine eigene Stiftung für den Fortbestand des Preises sorgen. «Zum Auftakt der Preisverleihung gibt es keinen symbolischeren Ort als das BE», sagte Flügge. Immerhin habe der 2007 verstorbene Tabori «bis zuletzt» am Haus inszeniert. Der Schauspieler und Autor sei ein «Bühnenarbeiter» gewesen.

Berggreen-Merkel sagte, es gebe wohl kaum ein Land, das eine derart reiche und umfangreiche Theaterlandschaft habe wieDeutschland. Dazu zähle auch eine breite Palette an Off-Theatern. «Die Grenze zwischen den städtischen und staatlichen Theatern und denen der sogenannten freien Szene sind fließend - sie befruchten sich gegenseitig», sagte Berggreen-Merkel. In der Bundesrepublik habe sich hinsichtlich der Anerkennung der freien Szene in den vergangenen Jahren einiges getan.

Der Tabori-Preis soll an den international renommierten Künstler George Tabori erinnern. Der 1914 in Budapest Geborene war am 23. Juli 2007 im Alter von 93 Jahren in Berlin gestorben. Er hatte mehrere Jahre für das BE gearbeitet. Bereits 1947 wirkte Tabori in den USA als Assistent des späteren BE-Begründers Bertolt Brecht (1898-1956).

ddp/til/arh

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