Großer Kunstpreis Berlin geht an Frank Castorf

Frank Castorf erhält den mit 15 000 Euro dotierten Großen Kunstpreis Berlin, den die Akademie der Künste jährlich und im Turnus ihrer sechs Sektionen im Auftrag des Landes Berlin vergibt.

Die Juroren Constanze Becker, Christian Gerhaher und Ulrich Matthes, alle drei Mitglieder der Sektion Darstellende Kunst, würdigen mit ihrer Wahl Frank Castorf und sein mittlerweile 25-jähriges Theaterschaffen an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. „Aus vollem Herzen“, heißt es in der Begründung, „haben wir drei (…) den diesjährigen Großen Kunstpreis an einen Regisseur vergeben, der das deutschsprachige Theater des letzten Vierteljahrhunderts entscheidend geprägt hat. Ohne Zweifel ist Frank Castorf ein Großkünstler vom Range eines Picasso für das Theater, und von seinem Oeuvre geht eine Energie und Strahlkraft aus, mit der sich jeder auseinandersetzen muss – ganz egal, wo genau er selbst das weite Feld der Kunst beackert.“

Der 1951 in Berlin geborene Frank Castorf ist nach Stationen in Senftenberg, Brandenburg und Anklam seit 1992 Intendant der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin. Gastregien führten ihn nach Basel, Wien, Hamburg und Zürich. Von 2003 bis 2004 war er künstlerischer Leiter bei den Ruhrfestspielen. 2013 inszenierte er bei den Bayreuther Festspielen den Opernzyklus „Der Ring des Nibelungen“. Der Akademie der Künste gehört er seit 1994 als Mitglied an. Viele seiner Regiearbeiten wurden mit Theaterpreisen ausgezeichnet. Seine Intendanz an der Berliner Volksbühne geht 2017 zu Ende.

Neben dem Großen Kunstpreis wurden sechs weitere Preise in Höhe von jeweils 5000 Euro verliehen.

Den Kunstpreis Berlin in der Sparte Bildende Kunst erhält der Fotograf und Videokünstler Sven Johne. In der Baukunst geht der Preis an zwei Protagonisten der jungen belgischen Architekturszene und ihr 2002 gegründetes Büro Office Kersten Geers David van Severen. Die Sektion Musik zeichnet den ebenfalls aus Belgien stammenden und heute teils in den USA lebenden Komponisten Stefan Prins aus. In der Literatur geht der Preis an die Autorin Angelika Meier. Die Sopranistin Anna Prohaska wird von der Sektion Darstellende Kunst ausgezeichnet. In der Film- und Medienkunst wird der Tonmeister Peter Avar geehrt.

Die Preisverleihung findet am Mittwoch, dem 18. März, um 20 Uhr, im Akademie-Gebäude am Pariser Platz statt. Durch den Abend führt Ulrich Matthes, Direktor der Sektion Darstellende Kunst.

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