Hannah-Arendt-Preisverleihung an Kurt Flasch

Am Freitag, 11. Dezember 2009, um 18 Uhr, überreichen Bremens Bürgermeisterin Karoline Linnert und Ralf Fücks, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, den Hannah-Arendt-Preis 2009 an den deutschen Philosophiehistoriker Kurt Flasch.

Die Festveranstaltung findet im Festsaal der Bremer Bürgerschaft statt. Christian Weber, Bremer Bürgerschaftspräsident, übernimmt die Begrüßung.

Die Laudatio hält der deutsche Literaturwissenschaftler und Publizist Prof. Dr. phil. Karl Heinz Bohrer. Der mit 7.500 Euro dotierte Preis wird seit 1995 verliehen und von der Stadt Bremen und der Heinrich-Böll-Stiftung gestiftet. Die Öffentlichkeit ist zu der Verleihung herzlich eingeladen.

Begründung der Jury:

"Der 1994 ins Leben gerufene Hannah-Arendt-Preis soll stets in den kontroversen Diskussionen über politische Gegenwartsfragen an Hannah Arendts Diktum erinnern, dass 'der Sinn der Politik die Freiheit [ist]'", sagt Prof. Otto Kallscheuer, Jurymitglied des Hannah-Arend-Preises. Kurt Flasch habe sich diese Freiheit im Denken gerade dort genommen, wo weder die öffentliche Meinung noch der akademische Normalverbraucher sie vermuten würde: in der mittelalterlichen Philosophie.

"Flasch erklärt die 'Spielregeln der Philosophie und die schmutzigen Tricks' und macht so die 'Kampfplätze der Philosophie' begreiflich", begründete die Jury ihre diesjährige Entscheidung.

Der Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken ist kein akademischer, sondern ein öffentlicher Preis. Es werden Personen geehrt, die das "Wagnis Öffentlichkeit" angenommen haben und das Neuartige in einer scheinbar sich linear fortschreibenden Welt denkend und handelnd erkennen und mitteilen. Die Preisträgerinnen und Preisträger sprechen die verschiedenen Dimensionen des Preises auf ihre jeweils persönliche Art und Weise an.

Mehr Informationen über den Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken gibt es unter www.boell-bremen.de

Der Preisträger 2009:

Kurt Flasch, 1930 in Mainz geboren, promovierte 1956 und habilitierte 1969 in Frankfurt am Main. Von 1970 bis zu seiner Emeritierung 1995 war er Ordinarius für Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum. Er ist Mitglied der Römischen Akademie der Wissenschaften (Accademia Nazionale dei Lincei), der Toscanischen Akademie der Wissenschaften und der Literatur (La Colombaria) sowie der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Sein Hauptarbeitsgebiet ist die Philosophie der Spätantike und des Mittelalters. 2000 erhielt Kurt Flasch den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa.

Verleihung des Preises:

Freitag, 11. Dezember 2009, 18 Uhr, Festsaal Bremer Bürgerschaft, Am Markt, 28195 Bremen Eintritt frei

Podiumsdiskussion:

Lässt sich eine Ethik politisch begründen? Sonnabend, 12. Dezember 2009, 10.00 bis 13.00 Uhr, Institut Français, Contrescarpe 19, 28203 Bremen; Eintritt frei

Kontakt:

Bildungswerk Umwelt und Kultur in der Heinrich-Böll-Stiftung
Peter Rüdel, Plantage 13, 28215 Bremen, T 0421 35 23 68
Email ruedel.boell@arcor.de
www.boell-bremen.de

Heinrich-Boell-Stiftung, Vera Lorenz, Pressesprecherin
Schumannstr. 8, 10117 Berlin
T 030-285 34 - 217 F 030-285 34 - 494
mobil 0160-365 77 13
Email lorenz@boell.de , Internet www.boell.de

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