Volkstheater Rostock

Kompromiss über die Zukunft des Volkstheaters wird unter Ausschluss der Theaterleitung und zweier Fraktionen verhandelt

Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) und Kulturminister Mathias Brodkorb (SPD) haben am Dienstagabend auserwählte Vertreter der Bürgerschaftsfraktionen zum Gespräch über Zukunft des Volkstheaters Rostock getroffen und dabei zentrale Akteure von der Debatte ausgeschlossen.

Wie die Ostsee Zeitung mitteilt, waren  Linke und Rostocker Bund als erklärte Gegner der Spartenstreichpläne nicht eingeladen. Unmittelbar vor dem Beschlusstermin der Bürgerschaft soll Anfang nächster Woche ein Kompromissvorschlag zur künftigen Struktur des Theaters auf dem Tisch liegen. „Ich befürchte Schlimmes“, sagt der Theater-Intendant Sewan Latchinian. Die Entscheidung falle offenbar „ohne Theaterleitung, ohne Aufsichtsrat und ohne zwei Fraktionen“. Der Aufsichtsrat hatte sich am Dienstagabend klar für ein Theater mit vier Sparten ausgesprochen. Es liege „keine Strukturvariante vor, die überlebensfähig wäre“. Eva-Maria Kröger (Linke), Chefin des Theater-Aufsichtsrates, sieht die Öffentlichkeit komplett ausgeschlossen. "Das ist skandalös.“

Stadtsprecher Ulrich Kunze bestätigte, dass es in den vergangenen Tagen „eine Vielzahl von Gesprächen gegeben habe“. Bei Scheitern der Verhandlungen könnten bis zu 4,7 Millionen Landeszuschuss im Jahr entfallen. Zu einem möglichen Kompromiss zwischen den Positionen Spartenschließung am Haus und Tarifverzicht aller Mitarbeiter wollen weder Methling noch Brodkorb sich derzeit äußern. Thoralf Sens (SPD) sagte, es werde nach einem Kompromiss gesucht, „mit allen, die kompromissbereit sind. Die Linken und die Bachmann-Truppe gehören nicht dazu.“

Schauspieler und Intendanten aus dem gesamten Bundesgebiet hatten in den letzten Monaten davor gewarnt, mit der Schließung von Sparten am Volkstheater Rostock werde auch ein breiter Kulturabbau vorangetrieben.

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