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Volkstheater Rostock

Neuer Beschlussvorschlag: Das Theater soll ein „funktionelles Vierspartenhaus“ bleiben

Im Streit um die Zukunft des Rostocker Volkstheaters gibt es einen Tag vor der entscheidenden Abstimmung der Bürgerschaft einen neuen Vorschlag.

Am Montagabend legten die Fraktionen SPD, CDU, Grüne und "Für Rostock" im Beisein von Kultusminister Mathias Brodkrob (SPD) und Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) einen Kompromissvorschlag vor, in dem von einem "funktionellen Theater" mit vier Sparten die Rede ist.

Der Entwurf sieht ein sogenanntes Kooperationsmodell vor: Die Bereiche Schauspiel und Konzert arbeiten eigenständig, Musik- und Tanztheater sollen mit anderen Bühnen kooperieren. Formal würde das Haus seine vier Sparten behalten, jedoch blieben lediglich Schauspiel und Konzertwesen komplett in Rostocker Hand. Von Kürzungen betroffenen Mitarbeitern würden alternative Beschäftigungen bei der Stadt angeboten. Sollten sie dies ablehnen, seien betriebsbedingte Kündigungen nicht auszuschließen, heißt es in dem Papier. Dafür soll der Zuschuss bis 2020 auf rund 18 Millionen Euro erhöht werden, für den Stadt und Land jeweils zur Hälfte aufkommen. Zudem soll mit Landeshilfe so schnell wie möglich für 50 Millionen Euro ein neues Theater gebaut werden.

Während Kultusminister Brodkorb von einem erheblichen Kompromiss sprach, nannte die Fraktionschefin des Rostocker Bundes, Sybille Bachmann, den Entwurf einen Verrat am Theater und seinen Mitarbeitern. Für einen Eklat sorgte der Rauswurf der Theater-Aufsichtsratsvorsitzenden und Fraktionschefin der Linken, Eva-Maria Kröger, aus der eilig einberufenen Pressekonferenz.

Die Stadtspitze und Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) wollen ursprünglich zwei Sparten (Musiktheater und Ballett) schließen, um das Theater bei sinkenden Zuschüssen halten zu können. Seit Monaten wird in Rostock gegen den drohenden Kulturabbau demonstriert. Über die Vorlage entscheidet morgen die Bürgerschaft.

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