Zum Tod des Schriftstellers Hermann Kant

Der Schriftsteller Hermann Kant ist vergangenen Sonntag im Alter von 90 Jahren verstorben. Er war einer der meistgelesenen Autoren der DDR. Seine Romane „Die Aula“, „Das Impressum“ und „Der Aufenthalt“ wurden in der DDR millonenfach verkauft und auch in der Bundesrepublik zur Schullektüre erklärt.

Für seine zwölfjährige Präsidentschaft des Schriftstellerverbands in Nachfolge von Anna Seghers und seinen Dienst als IM für die Staatssicherheit, die ihm 1995 im Enthüllungsroman „Die Akte Kant“ nachgewiesen, von Kant selbst jedoch stets bestritten wurde, wurde er nach der Wende stark kritisiert.

Dietmar Barth beschreibt in seinem Nachruf in der FAZ das sensible Verhältnis des Autors zwischen politischer Dissidenz und Loyalität. In der Erzählung „Heusers Signatur“ sprach Kant von der „befreienden Ostgefangenschaft einerseits und der Freiheitsbefangenheit des Westens andererseits“.

Kants letztes Buch „Ein strenges Spiel“ über die Bewältigung des Lebens aus der Perspektive eines Kranken war 2015 im Verlag Kulturmaschinen erschienen

Nun ist Hermann Kant im Krankenhaus von Neustrelitz verstorben, wo er noch vor wenigen Wochen im Theater seinen 90. Geburtstag gefeiert hatte.

Für die Zeitschrift Theater der Zeit schrieb Hermann Kant im August 1982 als Gastautor die Kolumne „Frieden - Hauptstück unserer Gesinnung“.

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