Bühnenverein und Gewerkschaften erhöhen Mindestgage und stärken Schwangerenschutz

Für Künstler an deutschen Theatern gelten ab 1. April 2018 verbesserte Arbeitsbedingungen, teilten die Künstlergewerkschaften Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) und Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer e. V. (VdO) sowie der Deutsche Bühnenverein als Arbeitgeberverband in einer Presseerklärung mit: Sie einigten sich einen stärkeren Schutz für schwangere Künstlerinnen und die Erhöhung der Mindestgage auf 2.000 Euro. Der Bühnenverein und die Künstlergewerkschaften verfolgten mit dieser Einigung das gemeinsame Ziel, die Arbeitsbedingungen an Theatern zu modernisieren und zu verbessern. „Ohne KünstlerInnen funktioniert kein Theater. Daher müssen wir gemeinsam mit Bundesländern und Kommunen, die die Theater finanzieren, für gute Arbeitsbedingungen sorgen“, äußerten sich die Verhandlungspartner nach den Tarifverhandlungen.

Die neue Mindestgage nach dem Tarifvertrag NV Bühne gilt für Solo-Künstler und künstlerische Bühnentechniker an Stadt- und Staatstheatern und Landesbühnen. Sie bedeutet eine Anhebung um gut acht Prozent. Es ist die zweite Anhebung nach der bereits erfolgten Erhöhung der Mindestgage im Januar 2017. Auch eine Mindestgage für Gastverträge ist ab Oktober 2017 eingeführt worden. Bühnenkünstler an Theatern werden befristet beschäftigt. Diese befristeten Verträge müssen durch sogenannte Nichtverlängerungsmitteilungen beendet werden; ansonsten verlängert sich der Vertrag automatisch um eine Spielzeit. Bei anderen befristeten Verträgen hat eine Schwangerschaft keine Auswirkung auf die Länge des Vertrages, das Arbeitsverhältnis läuft ohne Kündigung einfach aus. Mit diesen drei Bausteinen sei den Sozialpartnern ein großer Schritt nach vorne gelungen, so die Verhandlungspartner in ihrer Pressemitteilung

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