Biolek und Wowereit eröffnen Berliner Schlosspark-Theater neu

Mit einer festlichen Gala ist am Dienstagabend das Berliner Schlosspark-Theater wiedereröffnet worden. Als Moderatoren führten Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und der Entertainer Alfred Biolek durch den Abend.
Neuer Hausherr und Intendant der sanierten Bühne in Steglitz ist der 73-jährige Schauspieler Dieter Hallervorden. Am Mittwoch feiert im Beisein von Bundespräsident Horst Köhler die erste Theaterproduktion «Die Socken - Opus 124» Premiere. Unter der Regie von Katharina Thalbach spielen Ilja Richter und Hallervorden selbst.

Wowereit lobte den Mut Hallervordens, «in einer solchen Zeit ein Theater zu eröffnen». Das Haus habe eine grandiose Tradition. Jetzt bestehe die Chance, wieder etwas Neues zu machen.

Hallervorden, der vom Publikum mit tosendem Applaus empfangen wurde, sagte zu seinen Motiven: «Ich glaube, ein Gramm Handeln wiegt schwerer als eine Tonne Gequatsche». Mit scharfen Seitenhieben auf das zeitgenössische Regietheater kündigte er ein «Qualitätsprogramm» an, in dem «der Faust sein Gretchen nicht im Stripteaselokal kennenlernen wird».

Im Publikum erwiesen zahlreiche Künstler ihrem Kollegen die Referenz, darunter Brigitte Grothum, Eva-Ingeborg Scholz, Heinz Werner Kraehkamp, Heike Balzer, Rainer Pigulla, Jürgen Thormann.

Hallervorden hatte das Haus am 1. Dezember 2008 für zunächst zehn Jahre von der Kulturverwaltung übernommen. Betreiber ist seine Halliwood Filmgesellschaft mbH. Seit Anfang des Jahres wurden 1,2 Millionen Euro investiert, um das Schlosspark-Theater technisch auf den Stand der Zeit zu bringen.

Die Bühne will laut Hallervorden Eigenproduktionen, Fremdproduktionen und Koproduktionen anbieten. Geplant seien Kooperationen mit dem Anhalter Theater in Dessau, den Hamburger Kammerspielen und dem Deutschen Theater in Göttingen.

Das Schlosspark-Theater gilt als West-Berliner Traditionsbühne. Nach dem Zweiten Weltkrieg spielten dort unter der Regie von Boleslaw Barlog (1906-1999) unter anderen Hildegard Knef, Klaus Kinski und Martin Held. Seit 2006 stand es leer.

ddp/til/nik

Foto: Wikipedia

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