GRIPS Theater Berlin

Drohende Pleite

Berlins berühmtes Theater kann sich trotz hoher Auslastungszahlen, extremer Sparmaßnahmen und permanenter selbstverfügter Haushaltssperre Aufführungen für Kinder und Jugendliche nicht mehr leisten.


Eine Insolvenz des überschuldeten GRIPS Theaters ist also unvermeidlich, wenn es seinem kulturellen Bildungsauftrag für Kinder und Jugendliche weiter wie bisher nachkommen soll. Grund dafür ist ein seit acht Jahren anwachsendes strukturelles Defizit, das das GRIPS Theater nicht mehr aus eigener Kraft ausgleichen kann. Allein die jährlichen Mietkosten, die andere Theater nicht tragen müssen, sind in acht Jahren um 50 000 auf 230 000 Euro gestiegen; schon eine Miet-Erstattung würde GRIPS von allen finanziellen Sorgen befreien.
Für einen ausgeglichenen Wirtschaftsplan 2012 müsse GRIPS auf alle neuen Produktionen verzichten und allein die Karten-Einnahmen um 150 000 Euro erhöhen. Hierzu wäre es unerlässlich, zwei Drittel der Schülervorstellungen zu streichen und durch Abendvorstellungen für Erwachsene zu ersetzen.


Die Kosten des Theaterbetriebs sind mit denen der Erwachsenen-Theater absolut identisch, nicht aber die Einnahme-Möglichkeiten. Deshalb müsse GRIPS proportional höher subventioniert werden.


Um zu überleben, brauche GRIPS einen einmaligen Defizitausgleich von 65 000 Euro, eine dauerhafte Etaterhöhung um 185 000 Euro und die Ermöglichung einer Tariferhöhung, da ihm als einzigem der sechs staatlich subventionierten Berliner Ensemble- und Repertoire-Theater keinerlei Tariferhöhung zugebilligt werde.


Die Wahrscheinlichkeit, dass GRIPS 2012 ein Defizit von 150.000 - 200.000 Euro droht, ist der Kulturverwaltung seit Oktober 2011 bekannt.

Quelle: PM GRIPS Theater

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