Gutachten zur Konzeptförderung der Berliner Kulturverwaltung vorgstellt

Die cie. toula limnaios / HALLE TANZBÜHNE BERLIN sieht Existenz bedroht

Am 3. September wurde das Gutachten zur Neuvergabe der Konzeptförderung für die Jahre 2011 bis 2014 vorgestellt und zwölf Ensembles zur Förderung empfohlen. Seit 1998 wird die Konzeptförderung vierjährig vergeben.

Die Gutachter Ute Büsing, Patrick Wildermann und Eberhardt Wagner empfehlen, die bislang konzeptgeförderten Einrichtungen Neuköllner Oper, Sophiensaele, theater 89, Theater im Palais, theater strahl, Vagantenbühne und Nico and the Navigators auch weiterhin zu fördern. Neu in die Förderung aufgenommen werden sollen Rimini Protokoll, Constanza Macras, theaterdiscounter, Ballhaus Naunynstraße und Kleines Theater am Südwestkorso, das damit wieder in die institutionelle Förderung zurückkehrt. Das Renaissance Theater, das bislang Konzeptförderung erhalten hat, wurde nicht in die Evaluation durch die Sachverständigen einbezogen, da es nach Beschluss des Senats zum Haushaltsplanentwurf 2010 und 2011 bereits mit 2,1 Millionen Euro für eine Förderung vorgesehen ist.
Einmalig soll 2010 die Komödie am Kurfürstendamm eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 330.000 € erhalten.

Damit bleiben alle bisher geförderten Ensembles in der Konzeptförderung und fünf neue kommen hinzu.

Die cie. toula limnaios gehört zu den renommiertesten Ensembles Deutschlands und wurde trotz anerkanntem internationalem Erfolg, einer überdurchschnittlichen Präsenz (96 Vorstellungen jährlich) und einer Auslastung von 98 Prozent nicht für eine Förderung vorgeschlagen.

Dies gefährde nicht nur die Existenz der cie. toula limnaios, sondern auch der Spielstätte HALLE TANZBÜHNE BERLIN, einem international vernetzten Theater für zeitgenössischen Tanz, so die Leitung der cie. toula limnaios / HALLE TANZBÜHNE BERLIN.

Bis Ende 2010 wird die cie. toula limnaios mit einem jährlichen Zuschuss von 90.000 Euro aus der Basisförderung unterstützt. Die bisherigen Basisförderungen seien für die Finanzierung und die immanente langfristige Planungsnotwendigkeit nicht ausreichend. Um die Arbeit in Berlin fortsetzen und ausbauen zu können, brauche die cie. toula limnaios eine langfristige Beteiligung der Stadt Berlin.

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