Regisseur Herheim sehr gefragt nach großem Erfolg in Bayreuth

Berlin - Für den jungen norwegischen Opernregisseur Stefan Herheim hat der fulminate Erfolg bei den Bayreuther Festspielen im Sommer 2008 die internationale Karriere stark befördert.

«Nachdem ich in den vergangenen Jahren als enfant terrible gehandelt wurde, rufen nun auch Opernhäuser an, die das sogenannte Regietheater eigentlich gar nicht wollen», sagte der 39-Jährige der Nachrichtenagentur ddp in Berlin. Da gehe es oft nur um seinen Namen, betonte Herheim, der seinen Wohnsitz in Berlin hat. Er versuche dabei immer klar zu machen, unter welchen Voraussetzungen eine Inszenierung zu entstehen habe, «ob es passt oder nicht».

Nach seiner «Parsifal»-Inszenierung in Bayreuth steht als neue Arbeit Herheims wieder ein Werk Richard Wagners auf dem Programm: Am Samstag (4. April) feiert sein «Lohengrin» im Rahmen der Festtage an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin Premiere. In den Hauptrollen werden Klaus Florian Vogt, Kwangchul Youn und Dorothea Röschmann zu erleben sein.

Bis zum Jahr 2015 ist der Regisseur bereits verplant: Im Herbst gibt es den «Rosekavalier» in Stuttgart, danach geht es unter anderem nach Kopenhagen, Oslo, Salzburg, Amsterdam, Zürich und London. «Dazwischen arbeite ich auch wieder in Berlin - dann allerdings an der Komischen Oper», sagte Herheim.

Herheim sieht in jeder Oper einen politischen Kern. «Ich wüsste nicht, wie Oper unpolitisch sein sollte», betonte er. Dass sie trotzdem unterhaltsam sein könne, sei dazu aber kein Widerspruch. «Unterhaltung muss ja nicht oberflächlich sein, etwas, was verdummt, narkotisiert oder einschläfert», sagte er. Sie könne «tiefgehend stimulieren, wachrütteln, aufklären und somit eben Halt geben.»

ddp/arh/han

Foto: bayreuther-festspiele.de

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