Schiller-Nationalmuseum wird wiedereröffnet

Nach fast zweijähriger Sanierung wird in der kommenden Woche mit einer neuen Dauerausstellung das Schiller-Nationalmuseum in Marbach am Neckar wiedereröffnet.

Damit sei eine «große, schwierige Aufgabe» vollendet, sagte der Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach, Ulrich Raulff, am Donnerstag bei der Präsentation der neu gestalteten Räume.

Die Wiedereröffnung am 10. November, dem 250. Geburtstag von Friedrich Schiller, ist Höhepunkt des Schillerjahres 2009. An dem Ereignis wird auch Bundespräsident Horst Köhler teilnehmen.

Mit dem Abschluss der Innensanierung endet nach der Außensanierung des Schiller-Nationalmuseums und dem Neubau des Literaturmuseums der Moderne (LiMo) eine fast zehnjährige Bauphase auf der Marbacher Schillerhöhe. Das 1903 eröffnete und im Nationalsozialismus erweitere Schiller-Nationalmuseum hatte nach häufigen Umbauten und mangels vorhandener Klimatechnik nicht mehr den Anforderungen an ein modernes Museum entsprochen. Die Kosten für den Umbau der  Innenräume bezifferte Raulff auf mehr als 6,2 Millionen Euro. 3,9 Millionen Euro stammen von Bund und Land, hinzu kommen über 2,3 Millionen Euro an Spenden.

Das Museum widmet sich der deutschen Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts. Die Dauerausstellung umfasst einen reinen Schiller-Teil, der sich mit Leben und Werk des 1859 in Marbach geborenen Dichters befasst. Die andere Hälfte ist anderen deutschen Dichtern dieser Zeit gewidmet, wobei der Schwerpunkt auf schwäbischen Dichtern wie Eduard Mörike und Friedrich Hölderlin liegt.

Wie bereits das LiMo trägt auch die Neugestaltung der Räume im Nationalmuseum die Handschrift des britischen Architekten David Chipperfield und seines deutschen Projektleiters Alexander Schwarz. Dabei wurden nicht mehr rekonstruierbare Bauelemente durch moderne Einbauten ersetzt. In absehbarer Zeit sollen LiMo und Nationalmuseum noch über einen unterirdischen Besuchergang miteinander verbunden werden.

ddp

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