Solidaritätsveranstaltung für die Theaterwissenschaften in Leipzig

Internationale Unterstützung und Offener Brief Klaus Zeheleins

Nachdem sich die Proteste und der Aufruhr um den Beschluss des Leipziger Rektorats, das Institut für Theaterwissenschaft zu schließen, in den letzten Tagen seit Bekanntgabe immer mehr verstärkt hatten, erhalten die Theaterwissenschaft als auch ihre Studenten nun auch Rückhalt von Klaus Zehelein, dem Präsidenten des Deutschen Bühnenvereins sowie der Bayerischen Theaterakademie.

Zehelein kritisiert in einem Offenen Brief an das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst sowie an das Rektorat der Universität Leipzig die willkürliche Entscheidung zur Schließung des Instituts. „Das Leipziger Institut für Theaterwissenschaft ist das einzige in den neuen Bundesländern. Es ist für die Theaterszene in Ostdeutschland unverzichtbar. Die internationalen Kontakte und Kooperationen, die das Institut über die ganze Welt unterhält, sind ein unschätzbares Potenzial zur geistigen (kulturellen) Belebung auch von Stadt und Region. Die Stadt Leipzig und der Freistaat Sachsen täten gut daran, das Institut zu einem kulturellen Leuchtturm in Sachsen und in den neuen Bundesländern insgesamt zu erklären.“, so Zehelein. Dass es nicht nur innerhalb Deutschlands Bestürzung über den Entschluss der Universität Leipzig gibt, sondern es auch auf internationaler Ebene Unverständnis gibt, zeigt die Petition, die vor gut einer Woche bei change.org ins Leben gerufen wurde. Von den bisher über 10.000 Unterzeichnern gibt es auch eine Menge internationale Unterschriften, die sich gegen die Schließung einsetzen. Außerdem wird es am 07. Februar um 15.00 Uhr im Schauspielhaus Leipzig (Bosestr. 1, Leipzig) unter dem Motto „Die Theaterwelt läuft Sturm. Solidarität mit dem Institut für Theaterwissenschaft“ geben. Dort wird es nicht nur einen Vorträge des Leipziger Kulturbürgermeisters Michael Faber geben, sondern es werden auch Vertreter sämtlicher Theaterhäuser Leipzigs, Wissenschaftler und KünstlerInnen aus ganz Deutschland anwesend sein, die bereits künstlerische Aktionen und Statements angekündigt haben. Auch Hans-Thies Lehmann und Christopher Balme werden sich zu den Ereignissen in Leipzig positionieren.

Weitere Informationen gibt es unter: http://www.uni-leipzig.de/~thea/index.php?id=202

Quelle: PM Universität Leipzig – Institut für Theaterwissenschaft

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