Steigerung des Kulturhaushalts 2016/2017: Wie die Freie Szene profitiert

In einer Pressemitteilung teilt die Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten mit, dass es ,,dem Regierenden Bürgermeister und Kultursenator [in Berlin] Michael Müller gelungen [ist], die größte Steigerung durchzusetzen, die der Berliner Kulturhaushalt jemals erlebt hat.“ Fast ein Viertel davon soll in die Freie Szene fließen und dabei Forderungen des 10-Punkte-Plans der Koalition der Freien Szene berücksichtigen.

Die Freie Szene wird zusätzliche Mittel in Höhe von 7,5 Millionen Euro in 2016 und 9,5 Millionen Euro in 2017 erhalten. Aus den Mitteln des City Tax stehen 2016 und 2017 jeweils 3,5 Millionen Euro zur Verfügung, gefördert werden zu zwei Dritteln Projekte der Freien Szene, wodurch der Betrag dann bei etwa 10 Millionen Euro in 2016 und etwa 12 Millionen Euro in 2017 liegt. Ein Drittel geht jeweils an „Projekte von bereits geförderten Institutionen, insbesondere Kooperationen mit der Freien Szene. Projekte der Zeit- und Kulturgeschichte werden mit bis zu 100 T€ aus dem institutionellen Drittel gefördert.“

Die detaillierten Aufwüchse, die der Pressemitteilung entnommen sind, lauten:

- Finanzierung von Honoraruntergrenzen in der Darstellenden Kunst (450 T€ in 2016 und 1,2 Mio € in 2017)

- Einführung von Ausstellungshonoraren in der Bildenden Kunst (300 T€ p.a.)

- Erhöhung der Mittel für Arbeits- und Recherchestipendien (1,5 Mio € p.a.)

- Ausbau und Aufbau der Arbeitsraumförderung (2,4 Mio € in 2016; 3,5 Mio € in 2017)

- zusätzliche Mittel für die Neue Musik (120 T€ p.a.)

- Erhöhung der Förderung der sogenannten Ankerpositionen wie dem HAU und den Kunst Werken (900 T€ in 2016 und 1,15 Mio € in 2017) sowie der Projekträume und -initiativen aller Sparten (445 T€ p.a.)

- Kofinanzierungsfonds ESF/EFRE (600 T€ in 2016 und 500 T€ in 2017)

- Erhöhung der Förderung für Sasha Waltz & Guests (435 T€ p.a.)

- Einführung eines Ankaufetats für bildende Kunst (250 T€ p.a.)

Der gesamte Kulturetat erhöht sich 2016 um 6,97 Prozent, das entspricht 33 Millionen Euro, 2017 um 10,59 Prozent, also um 50 Millionen Euro.

Kulturstaatssekretär Renner sagt dazu: „Die Stadt braucht einen neuen Deal mit der Freien Szene. Nur gemeinsam werden wir verhindern können, dass die vielen, freien Akteure die Berlin zum Sehnsuchtsort gemacht haben, von ihrem eigenen Erfolg erdrückt werden.“

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