Theater Vorpommern mit neuem Team und Ostseefestspielen

285 Mitarbeiter starkes Ensembles bis 2017 gesichert

Der neue Intendant des Theaters Vorpommern, Dirk Löschner, verkündete am Montag in Stralsund Details zur Personal- und Programmplanung. Die 2010 weitgehend eingestellten Ostseefestspiele sollen zum Sommer 2013 wieder aufgenommen werden. Es sind wieder Open-Air-Veranstaltungen in Stralsund und Greifswald geplant. Darüber hinaus führe man gegenwärtig Gespräche mit Partnern über Sommer-Aufführungen zum Beispiel auf Rügen. Am neuen Spielplan, der im April vorgestellt wird, werde noch gearbeitet.

Die finanzielle Situation des Theaters sei angespannt, betonte Löschner. Allerdings sei mit den Gewerkschaften ein Haustarifvertrag abgeschlossen worden, der den Erhalt des 285 Mitarbeiter zählenden Ensemble für die nächsten fünf Jahre auch ohne steigende Zuschüsse durch Gesellschafter und Land sichere. Demnach sollen zum Theater künftig unter anderem 16 Schauspieler, 12 Balletttänzer, zehn Sänger, 23 Chormitglieder und 56 Orchestermusiker gehören.

Operndirektor wird Horst Otto Kupich, der seit 2003 die Opernsparte an den Landesbühnen Sachsen in Dresden und Radebeul leitete und dort unter anderem Aufführungen wie „Rigoletto“, „Fideleo“, „Hoffmanns Erzählungen“ und „My Fair Lady“ inszenierte. Während die Schauspielsparte vorerst ohne neuen Leiter bleibt, tritt der Chefdirigent am Theater Dessau, Golo Berg, die Nachfolge von Generalmusikdirektor Karl Prokopetz an. Berg war bereits 1989 mit 21 Jahren Chefdirigent am früheren Landestheater Mecklenburg.

Ballettdirektor bleibt Ralf Dörnen, der schon seit 1997 die Tanzsparte des Theaters leitet, 2006 seine erste Oper „Death in Venice“ von Benjamin Britten inszenierte und vor drei Jahren für den deutschen Theaterpreis „Der Faust“ nominiert wurde. Als Ausstattungsleiter soll Christopher Melching arbeiten, der wie Intendant Löschner zuletzt in Stendal tätig war.

Umbesetzt wird auch die Leitung des vor sechs Jahren in den Bühnenverbund aufgenommenen Theaters Putbus. Die ensemblelose Bühne auf der Insel Rügen wird künftig von Peter Gestwa verantwortet, der seit 2004 freiberuflich für Theater, Kulturämter, Stadthallen und Vereine tätig ist.

Löschner selbst, der zuvor das Stendaler „Theater der Altmark“ leitete und von dort auch seinen Bruder Sascha als Chefdramaturg mitbringt, tritt seine neue Stelle zum 1. August 2012 an.

Quelle: dapd

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