Theaterverträge mit Halle und Nordharz können unterschrieben werden

Magdeburg - „Die Theaterverträge 2009 bis 2012 mit der Stadt Halle und dem Nordharzer Städte­bundtheater können unterschrieben werden", teilte Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz am Montag in Magdeburg mit.

Vorausgegangen waren intensive Erörterungen der Haushaltslage der betreffenden Kommunen, die in Stellungnahmen des Landesverwaltungsamtes als kritisch beurteilt worden waren. „Der Innenminister und ich haben diese Stellungnahmen sehr ernst genommen und im Schnittpunkt finanz-, kommunal- und kulturpolitischer Belange sorgsam abgewogen. Sie waren Anlass zu erneuten Gesprächen mit den Trägern und zur Aushandlung von zusätzlichen Protokollnotizen als verbindliche Ergänzungen der Verträge.

Die in Gründung befindliche Kultur-GmbH Halle als künftige Träger- und Betreiberkonstruktion für die Spielstätten der Stadt und die Staatskapelle wird danach als sinnvoller und nachhaltiger Weg der wirtschaftlichen Konsolidierung und zugleich künstlerischen Sicherung angesehen. „Die Finanzierungszusagen des Landes", so Olbertz, „sind an die Erwartung geknüpft, dass der Träger zügig die angekündigte Konzeption für die GmbH umsetzt. Dies ist erforderlich, um den größtmöglichen Anteil der zur Verfügung gestellten Mittel auf künstlerische Zwecke zu verwenden."

Für das Nordharzer Städtebundtheater wurde in den Gesprächen festgehalten, dass der seinerzeit auf Grund der landkreisübergreifend wirkenden Spielstätten gegründete Zweckverband mit der Gründung des Landkreises Harz eine Neuausrichtung verlangt, denn die Spielstätten gehören nunmehr demselben Landkreis an. „Vor diesem Hintergrund ist zu hinterfragen", sagte Olbertz, „ob der Zweckverband für den gesamten Harzkreis weiterhin nur von den wirtschaftlich schwächeren Städten Halberstadt und Quedlinburg getragen werden soll, während sich z.B. die Städte Thale, Ilsenburg und Wernigerode nicht daran beteiligen." Im Vertrag wurde daher die Aufforderung an den Landkreis und den Zweckverband verankert, bereits bis Ende 2010 ein Rechts- und Betreibermodell für das Städtebundtheater zu entwickeln, das seinen Fortbestand auch über den Vertragszeitraum hinaus sichert.

2009 soll der Zuschuss des Landes für die Kultur-GmbH Halle rund 12,9 Mio. Euro betragen, für die Jahre 2010-2012 werden es jährlich etwa 11,9 Mio. Euro sein. Dies entspricht einem Landesanteil an der Förderung von 36,6 Prozent.

Das Nordharzer Städtebundtheater erhält 2009 rund 3,2 Mio. Euro und für die Folgejahre bis einschließlich 2012 jährlich fast 3,4 Mio. Euro. Hier liegt der Landesanteil beim Höchstwert von 50 Prozent.

Foto: Pressestelle MK

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