Wie frei bist du?

Ein Kongress über die Autonomie in den Künsten

Die Kunststiftung und das Kunstbüro Baden-Württemberg veranstalten am Freitag, dem 21. Oktober 2011 und am Samstag, dem 22. Oktober 2011 einen Kongress über die künstlerische Autonomie in den Wagenhallen Stuttgart.

Autonomie stellt die Grundlage jeder künstlerischen Tätigkeit – sowohl in politischer, ökonomischer als auch in ästhetischer Hinsicht dar. Daher braucht Kunst unabhängige Förderung, welche den Künstlerinnen und Künstlern die Rahmenbedingungen für freies Arbeiten und Experimentieren schafft. In jüngerer Zeit lässt sich allerdings feststellen, dass Unterstützung an einen konkreten Zweck gekoppelt wird, sei es im soziokulturellen Engagement, in der kulturellen Bildung oder in der Profilierung des „Kreativimages“ von Städten und Regionen.

Wie beeinflusst heute Kulturförderung das künstlerische Schaffen? Wie kann in einer von Zweckmäßigkeit geprägten Gesellschaft die Autonomie der Kunst gewährleistet werden? Was verstehen wir heute unter dem Begriff der künstlerischen Freiheit? Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt des zweitägigen Kongresses, der sich in Form von Vorträgen, Diskussionen, Seminaren und künstlerischen Beiträgen der Thematik der künstlerischen Autonomie widmet. Bildende Kunst, Musik, Literatur, Tanz, Architektur, Design und Theater nähern sich den Fragen aus ihrer jeweils eigenen Perspektive und treten mit Wissenschaftlern und Theoretikern in einen Dialog.

Den Eröffnungsvortrag hält Dr. Christoph Behnke (Dozent für Kulturwissenschaft) zu Künstlerförderung im System des Kunstmarkts. Es folgt eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Freiheit im Spannungsfeld zwischen Kunst und Praxis“ mit Prof. Dr. Yvonne P. Doderer (freie Architektin, Prof. für Cultural Studies), Katrin Ströbel (Künstlerin), Prof. Dr. Jürgen Wertheimer (Prof. für Literaturwissenschaft) und Dr. Christoph Behnke. Ein Auftritt der textband und experimentelle Musik des frimfram collectives lassen den Abend mit einem künstlerischen Programm ausklingen.

Am Samstagvormittag laden Seminare zu aktuellen Fragen der Autonomie in den Sparten Bildende Kunst (Stefan Beck; Hans Christ und Iris Dressler), Tanz/Theater (Bea Kießlinger), Musik (Prof. Mini Schulz), Literatur (Prof. Dr. Jürgen Wertheimer) sowie ein interdisziplinäres Seminar unter Prof. Michael Lingner die Kongressteilnehmer ein, aktiv an der Diskussion mitzuwirken. Im Anschluss daran erörtert Dr. Stephan Schmidt- Wulffen in seinem Vortrag die gesellschaftlich bedingten Veränderungen der Autonomie. Präsentationen von Jan Edler zu Projekten von realities:united – studio for art and architecture, von Philip Metz zu einem Workshop mit KünstlerInnen aus Südafrika und von Hasko Weber zum Leitmotiv copyright freiheit der Spielzeit 2011/2012 am Schauspiel Stuttgart geben einen Einblick in die praktische Umsetzung der Kongressthematik. Darüber hinaus stellt Peter Weigand vom Architekturbüro umschichten die eigens für den Kongress in den Wagenhallen konzipierte Raumarchitektur vor.

Die Teilnahme am Kongress kostet € 36 pro Person (für StudentInnen € 20); die
Teilnahme an nur einem Tag € 20 pro Person.

Ausführliche Informationen zum Programm: www.kunstbuero-bw.de

Anmeldung zum Kongress:
Birgit Gebhard, T. 0711-51885628, info@kunstbuero-bw.de

Ansprechpartnerin für Pressearbeit:
Dorothee Sommer, T. 0711-2367671; assistenz@kunststiftung.de

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