Zur Eröffnung des Kunstfest Weimar: eines der letzten Festivals?

Mit einem Eröffnungskonzert ist am Freitag das Kunstfest in Weimar angelaufen, das noch bis zum 4. September stattfinden wird.

Bisher wurde das Festival mit 250 000 Euro von Seiten der Stadt und 650 000 Euro aus den Fördertöpfen des Freistaats Thüringen finanziert. Anfang des Jahres jedoch hatte der Stadtrat Weimar die Einstellung der Förderung ab 2019 beschlossen, was auch zu einer Beendigung der Subventionen des Landes führen würde, da diese Summen in ihrer jeweiligen Größenordnung aneinander gekoppelt sind. Eine endgültige Entscheidung über die Beendigung oder Kürzung der Gelder und damit die Zukunft des Kunstfests soll noch im Herbst getroffen werden.

Die Nachricht über die prekäre Finanzierungslage des Kunstfests, das 1990 erstmals stattfand, damals noch als Beitrag zur künstlerischen Versöhnung ost-und westdeutscher Theatermacher, wurde in der Kulturszene mit großer Empörung aufgenommen.

Seit 2014 befindet sich die künstlerische Leitung des Kunstfests Weimar in der Hand von Christian Holtzhauer, der damit die Nachfolge von Nike Wagner angetreten hatte.

In diesem Jahr liegt der konzeptionelle Schwerpunkt auf einer Öffnung zur Stadt hin, also dem Durchdringen des Theaters auch zu peripheren Stadtteilen, wie dem Bezirk Weimar-West, wo eine Gruppe israelischer Tänzer vor Schulklassen auftreten wird. Gleich mehrere Projekte beschäftigen sich außerdem mit den Werken des Autoren Peter Weiss, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre. Der kroatische Oliver Frljic adaptiert mit seiner Inszenierung «Unsere Gewalt und eure Gewalt» den Weiss-Romann «Die Ästhetik des Widerstands», eine Produktion, die schon bei den Wiener Festwochen war und bald ans HAU kommen wird.

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