Jahrespressekonferenz des Goethe-Instituts

Am Morgen des 12.12. fand die Jahrespressekonferenz des Goethe-Instituts statt. Insgesamt blickt die Institution auf ein erfolgreiches Jahr zurück, wenngleich auch die Anlassgeber der neuen Projekte krisen- und konfliktreich waren.

Generalsekretär Johannes Ebert betonte: „Unterstützung für Menschen auf der Flucht – dies bleibt eine große Aufgabe für das Goethe-Institut. Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, dass jetzt keine verlorene Generation entsteht.“ und schilderte die erfolgreichen Projekte des vergangenen Jahres wie etwa „Goethe-Institut Damaskus im Exil“. Zudem informierte er über die neuen Pläne für 2017. Es sollen neue Goethe-Zentren in Baku und Eriwan entstehen. Hierfür sei von dem Deutschen Bundestag eine Förderung von drei Jahren mit 3 Millionen Euro zu Verfügung gestellt worden. Ziel sei es, „neue Freiräume des kreativen Austauschs“ zu schaffen, was auch Präsident Klaus-Dieter Lehmann betont, indem er von Meinungsfreiheit sprach, die über die Goethe-Institute stattfinden soll. So wurde in Kairo ein Institutsgebäude eröffnet und in der Türkei der Dialog mit Künstlern aufrecht erhalten. Doch auch in der finanziellen Situation schreibt das Goethe-Institut gute Zahlen: „2016 konnte das Goethe-Institut die Mittel des Vorjahres verstetigen, während sich bei den Eigeneinnahmen eine leichte Steigerung um 2 Prozent feststellen ließ.“, wie der Kaufmännische Direktor Bruno Gross konkludierte. Besonderen Anklang fanden die Sprachangebote des Goethe-Instituts, wie die Zahlen der Jahreszusammenfassung belegen. Die Einnahmen betrugen im Jahr 2016 137 Millionen Euro und erwirtschafteten somit rund 34,6 Prozent des Hauses selbst. Vor allem in Nordafrika, Asien und Südosteuropa sei die Nachfrage nach Deutsch als Fremdsprache besonders groß.

Insgesamt gibt es 159 Goethe-Institute in 98 verschiedenen Ländern, zudem bietet es mit seinen Kooperationspartnern und Partnereinrichtungen rund 1.000 Anlaufstellen weltweit. Das Goethe-Institut sieht sich in der Aufgabe, die deutsche Sprache im Ausland zu vermitteln und die kulturelle Zusammenarbeit zu pflegen. Im November 2016 eröffnete das Goethe-Institut in Salvador da Bahia sein erstes Residenzhaus auf der Südhalbkugel. Im Februar 2017 wird das Projekt „Collecting Europe“ stattfinden, das gemeinsam mit dem Victoria and Albert Museum in London durchgeführt wird. 12 internationale KünstlerInnen und DesignerInnen wurden dazu aufgefordert, aus dem Jahr 4017 auf das heutige Europa zu schauen. Hierzu werden in einem einwöchigen Festival Ausstellungen mit begleitenden Diskussionsrunden, Performances und Workshops stattfinden.

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