Salzburger Jubiläumsfestspiele 2010 offiziell eröffnet

Der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer hat am Montag im Großen Festspielhaus offiziell die Salzburger Jubiläumsfestspiele 2010 eröffnet. Fischer nannte die Festspiele einen «Fixstern des österreichischen Kulturlebens».

Das Dreigestirn des Regisseurs Max Reinhardt, des Dichters Hugo von Hofmannsthal und des Komponisten Richard Strauss habe vor 90 Jahren, nach der Katastrophe des Ersten Weltkriegs, ein Theaterfestival begründet, das sich nicht nur in Österreich, sondern auch international größter Beachtung erfreue.

Als Geburtsstunde des weltbekannten Musik- und Theaterfestivals gilt die erstmalige Aufführung von Hofmannsthals «Jedermann» auf dem Domplatz am 22. August 1920. Am Montagabend sollte mit einem Festkonzert der Wiener Philharmoniker unter Daniel Barenboim auch der 50. Jahrestag der Eröffnung des Großen Festspielhauses gefeiert werden. Das Haus war am 26. Juli 1960 mit der Richard-Strauss-Oper «Der Rosenkavalier» unter Herbert von Karajan eröffnet worden.

Der scheidende Festspielintendant Jürgen Flimm verlas zum Festakt einen Text des Festspiel-Mitbegründers Reinhardt. Zuvor sagte Flimm, der ab Herbst als neuer Intendant der Berliner Staatsoper Unter den Linden wirkt, Salzburg sei «die wichtigste künstlerische Zeit meines Lebens» gewesen. «Ich habe Salzburg viel zu verdanken.»

Bereits am Sonntagabend hatte auf dem Salzburger Domplatz der Festspiel-Dauerbrenner «Jedermann» Premiere. In der Regie von Christian Stückl spielte Nicholas Ofczarek erstmals die Rolle des reichen Mannes, der erst im Angesicht des Todes zum Glauben findet. Er ist mit 39 Jahren der jüngste «Jedermann» der Festspielgeschichte. Die Buhlschaft spielte Birgit Minichmayr.

In der Jubiläumssaison bietet das Festival bis 30. August rund 200 Veranstaltungen aus Oper, Schauspiel, Konzert und Lesung. Am Montagabend sollte Peter Steins Neuinszenierung von Sophokles' Tragödie «Ödipus auf Kolonos» Premiere haben, mit Klaus Maria Brandauer in der Hauptrolle. Am Dienstag hebt sich der Vorhang für die Uraufführung von Wolfgang Rihms neuer Oper «Dionysos».

ddp/ets/han

Kommentar hinzufügen

- Anzeige -

Meistgelesene Beiträge

Alle

auf theaterderzeit.de

Extrem unwahrscheinlich

Haslach und Finkenschlag – Die Langzeit bespielung eines Stadtteils und der nicht zu ersetzende menschliche Faktor

Kaisers Sprechstunde

Wir müssen reden! Bad-Practice-Beispiele aus elf Jahren Junges Theater Freiburg. Eine Bestandsaufnahme für eine produktive Zukunft

Theater-News

Alle

auf theaterderzeit.de

Neuerscheinungen

Cover Scène 20

Scène 20
Neue französische Theaterstücke

Print € 22,00

Alle

Bestseller

Alle

Sonderangebote

Alle

Autorinnen und Autoren des Verlags

A - Z

Bild von Wolfgang Engler

Wolfgang Engler

Bild von Michael Schindhelm

Michael Schindhelm

Bild von Sasha Marianna Salzmann

Sasha Marianna Salzmann

Bild von Kathrin Röggla

Kathrin Röggla

Bild von Lutz Hübner

Lutz Hübner

Bild von Hans-Thies Lehmann

Hans-Thies Lehmann

Bild von Nis-Momme Stockmann

Nis-Momme Stockmann

Bild von Gunnar Decker

Gunnar Decker

Bild von Heiner Goebbels

Heiner Goebbels

Bild von Etel Adnan

Etel Adnan

Bild von Milo Rau

Milo Rau

Bild von Joachim Fiebach

Joachim Fiebach

Bild von Ralph Hammerthaler

Ralph Hammerthaler

Bild von Falk Richter

Falk Richter

Bild von Josef Bierbichler

Josef Bierbichler

Bild von Dirk Baecker

Dirk Baecker

Bild von Friedrich Dieckmann

Friedrich Dieckmann

Bild von Bernd Stegemann

Bernd Stegemann