Tanz im August

Neue Leitung und Struktur zum 25. Jubiläum

Wie die Stadt Berlin mitteilt, sind für kommendes Jahr einige Veränderungen beim Berliner Festival geplant: Bettina Masuch übernimmt die Künstlerische Leitung, das HAU die Organisation.

Bisher wurde Tanz im August von der Tanzwerkstatt/Kulturprojekte Berlin und dem Hebbel am Ufer (HAU) getragen. Ab 2013 soll das Festival organisatorisch an das HAU gebunden und dort von einer unabhängigen und eigenständigen künstlerischen Leitung kuratiert und verantwortet werden. Somit wird das bisherige Prinzip von fünf Kuratoren abgelöst, der dezentrale Charakter des Festivals bleibe jedoch erhalten. Annemie Vanackere, Intendantin des HAU: „Die zukünftige Anbindung an die Hebbel Theater Berlin GmbH macht das Festival leistungsfähiger und erhöht damit die Bedeutung Berlins innerhalb der internationalen Tanzszene."

Bettina Masuch wird die künstlerische Leitung für das Jubiläumsfestival übernehmen. Masuch, die seit 2009 das Springdance Festival in Utrecht leitet, war bereits als Dramaturgin an der Berliner Volksbühne, unter anderen bei Produktionen von Frank Castorf und Christoph Schlingensief, sowie als Kuratorin für Tanz und Performance am HAU tätig. Ab kommendem Jahr wird die 47-Jährige die Intendanz des Tanzhauses NRW in Düsseldorf übernehmen. Für die Jahre ab 2014 wird deshalb eine Findungskommission für das Festival Tanz im August eine künstlerische Leitung bestellen, deren Amtszeit auf jeweils zwei bis vier Jahre angelegt sein soll.

Laut Pressemitteilung sei der Etat des Festivals auf gleichem Niveau gesichert: Bisher wurden Mittel aus dem Kulturhaushalt für die Tanzwerkstatt und aus dem Hauptstadtkulturfonds in Höhe von 225.000 Euro und 400.000 Euro bereitgestellt. Diese sollen künftig zusammen mit den bisherigen Eigenmitteln aus dem HAU für Tanz im August am HAU zur Verfügung stehen. „Mit dem Wechsel in der künstlerischen Leitung des HAU wurden Veränderungen für Berlins renommiertes Tanzfestival zwingend notwendig. Ich freue mich, dass wir eine zukunftsfähige Lösung gefunden und mit dem Bund und dem Hauptstadtkulturfonds die Finanzierung gesichert haben," so der Kulturstaatssekretär André Schmitz.

Quellen: PM Stadt Berlin

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