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Buchvorstellung

Margit Bendokat und Thomas Thieme lesen aus dem Briefwechsel von Gertrud und Einar Schleef

Nachdem im ersten Teil des Briefwechsels zwischen Gertrud Schleef und Einar Schleef die Briefe bis zur Republikflucht des Sohns 1976 versammelt sind, dokumentiert der jetzt erschienene zweite Band die Jahre von 1977 bis 1990.

Einar Schleef lässt sich in Westberlin nieder. Der Kontakt zur Mutter wird in der ersten Zeit durch Zensur und Briefverluste behindert. Einar hält sich einige Jahre vom Theater fern und schreibt den monumentalen zweibändigen Romanmonolog „Gertrud". Dafür ist er auf die Hilfe seiner Mutter angewiesen. Es kommt zu einem überraschend har monischen Zusammenspiel der beiden. Im Übrigen dreht sich ihre Beziehung um. War bis 1976 die Mutter die Besorgte, Nachfragende, Ermahnende, Rat Erteilende, so ist es nun der Sohn, der mal rau, mal herzlich, ja geradezu rührend besorgt seiner allein in der DDR zurückgebliebenen, alternden Mutter gut zuredet und ihr den Rücken stärkt. Gertrud stirbt 1993.


Sonntag, 4. September 2011, 11 Uhr
Akademie der Künste
Pariser Platz 4, 10117 Berlin
Eintritt:5 Euro, ermäßigt 3 Euro


Begrüßung: Wolfgang Trautwein
Einführung: Heiner Sylvester

Es lesen Margit Bendokat und Thomas Thieme


Eine Veranstaltung der Akademie der Künste und Theater der Zeit

 

Notiert am 10.08.2011 von Paul Tischler