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Sein oder Hologrammsein

Auf der diesjährigen Ars Electronica in Linz werden neue Tools für ein Theater der Zukunft vorgestellt

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Bei „Stage Your City“, der einst am Staatstheater Karlsruhe entwickelten interaktiven City-Walk Performance, wurden Spielszenen an realen Orten mit Hologrammen auf Smartphones angereichert. Das war im ersten Moment reizvoll; später beschränkte sich die Interaktion mit der performativen künstlichen Intelligenz lediglich auf das Abarbeiten eines Fragebogens und das Versenden von Selfies.

Interessant fürs internationale Tourneegeschäft von Sprechtheaterproduktionen ist die ebenfalls auf dem Netzwerktreffen vorgestellte Übertitelungstechnologie „Idiomatic“. Dank eines ausgeklügelten Mikrofoneinsatzes werden in Echtzeit die Worte der Performer aufgenommen, von Störgeräuschen befreit und an das Programm gesandt, das die jeweils passenden Übersetzungen auswählt. „Das System kann erkennen, ob ein Spieler Sequenzen überspringt, und setzt immer an der richtigen Stelle ein. Sollten Spieler improvisieren, wird der Hinweis ‚Improvisation‘ ausgegeben“, erklärte Jonathan Thonon, Projektkoordinator am Theater Lüttich. Ein Prototyp ist dort im Einsatz.

Revolutionär versprechen die fliegenden Projektionsskulpturen der „Swarm Arena“ zu werden. Bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio will der japanische IT-Konzern NTT den Himmel über den Stadien mittels Drohnenschwärmen mit Riesendisplays bestücken, die in der Form zudem veränderlich sind. „Bis zu fünfhundert Drohnen kann unsere Software derzeit parallel steuern und damit dynamische Bildschirme in Stadien, TV-Studios und auf freiem Feld kreieren“, erzählte Projektleiter Hiroshi Chigira.

Die Ars Electronica zeigte eine große Bandbreite von Ansätzen und Möglichkeiten. Zum technischen Pioniergeist muss sich allerdings oft noch künstlerische Souveränität im Umgang mit den Mitteln gesellen. //

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