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Preis an Münchner Theaterleiter Jochen Schölch

Der Leiter des Münchner Metropoltheaters, Jochen Schölch, hat den Oberbayerischen Kulturpreis 2021 erhalten. Bezirkstagspräsident Josef Mederer verlieh die Auszeichnung am 18. Juli 2021 in Kloster Seeon. Der Bezirk Oberbayern vergibt den Preis seit 1980 jährlich.

Bezirkstagspräsident Josef Mederer würdigte die Preisträger, die mit ihrem Werk für „die große Bandbreite des Kulturlebens in unserer Region“ stehen. Der zweite Preisträger 2021 ist der Fachverein der Schäffler Münchens (In Südbayern heißen oben offene Gefäße "Schaff", wovon sich die Bezeichnung "Schäffler" ableitet. Es wurde unterschieden zwischen "Weißgeschirr-Schäfflern" und "Faß-Schäfflern"). Sowohl die Arbeit eines Brauchtums- und Trachtenvereins wie dem der Münchner Schäffler als auch das Wirken von Jochen Schölch an der freien Bühne des Metropoltheaters München zeigten, wie vielfältig und inspirierend das kulturelle Schaffen in Oberbayern sei. „Menschen zum Nachdenken und ins Gespräch zu bringen, wie es Jochen Schölch mit seinen Inszenierungen gelingt, oder ihnen Mut zu machen, wie die Münchner Schäffler mit Tanz und Musik, ist gerade jetzt wichtiger denn je“, so Mederer.

Der Theatermacher Jochen Schölch wurde 1966 in Leimen bei Heidelberg geboren. Er ist seit 1984 als Regisseur tätig, wurde 1991 Hausregisseur am Münchner Teamtheater und 1994 Regisseur am Hans Otto Theater in Potsdam. 1998 gründete Schölch das Metropoltheater München, dessen Intendant und Mitinhaber er bis heute ist. Bereits die erste Inszenierung, The Black Rider, war ein großer Erfolg. 2002 erhielt das Theater für die Inszenierung der deutschen Erstaufführung von Die drei Leben der Lucie Cabrol als erste freie Bühne den Bayerischen Theaterpreis. Seit 2002 leitet Jochen Schölch den Studiengang Schauspiel an der Theaterakademie August Everding, wo er seit 1998 als Dozent tätig ist. 2006 wurde er zum Professor ernannt. Unter seiner Leitung entstanden mehrere Koproduktionen des Metropoltheaters mit dem Studiengang Schauspiel der Theaterakademie, darunter Dogville und Manderlay, die 2009 und 2010 beim International Arts Festival in Shanghai gastierten. Mit Stücken wie Die letzte Karawanserei (2016) über Migration und Flüchtlinge und Der gute Tod (2017) über Sterbehilfe greift Schölch auch politisch sensible Themen auf. Zahlreiche seiner Inszenierungen erhielten Preise, und auch das Metropoltheater wurde mehrfach ausgezeichnet – unter anderem 2015, 2016 und 2017 von der Theaterzeitschrift Die deutsche Bühne als bestes freies Theater im deutschsprachigen Raum. Als Dozent für Schauspiel und Regie ist Schölch in Shanghai, St. Petersburg und Oslo tätig.

Der Maler, Illustrator und Buchautor Quint Buchholz hob in seiner Laudatio die besondere Spielform und Stärke des Theaters hervor: Das seien „große Fragen des Menschseins, erzählt mit mitreißender, anrührender Schauspielkunst, dazu ein überzeugender wie bezaubernder Minimalismus in der Ausstattung, der in den Köpfen der Zuschauenden eine umso intensivere Wirkung entfaltet.“

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