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„Identitäre“ stören Live-Radiosendung im Maxim-Gorki-Theater

Die rechtsextreme „Identitäre Bewegung“ hat die im Maxim-Gorki-Theater veranstaltete Gesprächsreihe „Im Salon“ des RBB-Senders Radio Eins und der linksliberalen Wochenzeitung „der Freitag“ massiv gestört. Thema der Gesprächsrunde am Montagabend war unter anderem die Vollverschleierung.

Die ehemalige Bischöfin Margot Käßmann habe in dem Gespräch eine recht ausgewogenen Position zum Thema Burka vertreten, so Freitag-Herausgeber Jakob Augstein. Mehrere junge Leute hätten während der laufenden Veranstaltung die gelbe Flagge der „Identitären Bewegung“ rausgeholt, rechte Parolen gerufen und Käßmann und Augstein als „Heuchler“ beschimpft. Daraufhin wurde die Gruppe aus dem Saal geleitet. Augstein zeigte sich über den Auftritt der rechtsextremen Gruppierung schockiert: „Wer glaubt, man erkennt den Nazi an kurzen Haaren und schwarzen Springerstiefeln, der irrt sich. Der Nazi sieht heutzutage ganz anständig angezogen aus, der ist der nette Student von nebenan“. Die Gruppe bekannte sich später auf Facebook zu der Intervention und schreibt: „Die Identitäre Bewegung Deutschlands dankt ihrem Medienpartner radioeins für die störungsfreie Übertragung der Intervention. In Kürze werden wir den Mitschnitt dazu veröffentlichen." Der Sender Radio Eins hat die Passage aus dem auf ihrer Webseite nachzuhörenden Mitschnitt entfernt, da er den „rechten Störern“ keine Plattform bieten wolle.

Die „Identitären“, die vom Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet werden, hatten sich bereits eine Woche zuvor als vermeintlich harmlose Reisegruppe für den Termin angemeldet, mit der Bitte zusammensitzen zu dürfen. Die Gruppierung sorgte zuletzt für Aufmerksamkeit, als sie auf das Brandenburger Tor in Berlin kletterten. In Österreich machten sie von sich hören, als sie an der Wiener Universität die Bühne des Audimax stürmten, wo eine Aufführung von Elfriede Jelineks Stück „Die Schutzbefohlenen“ stattfand, deren Ensemble mehrere Geflüchtete angehörten.

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