Ergebnisse der TOOH-Aufsichtsratssitzung in Halle

Auf der jüngsten Aufsichtsratssitzung an der Theater, Oper und Orchester GmbH Halle am 12. April wurde entschieden, dass der Geschäftsführer der Bühnen Halle Stefan Rosinski im Amt bleibt. Ebenso signalisierte der Aufsichtsrat Schauspielintendant Matthias Brenner, dass er weiter mit ihm über seine Vertragsverlängerung verhandeln wolle. Dieser allerdings teilte in einer öffentlichen Stellungnahme mit, die Verhandlungen mit sofortiger Wirkung abzubrechen.

Im TOOH-Aufsichtsrat war ein Antrag zur Vorlage gekommen, der forderte, „den Geschäftsführer zu beurlauben, bis Vorwürfe bzw. auch Verfahren, die im Raum stehen und derzeit in Gang sein sollen, geklärt sind“. Laut MDR wurde der Antrag abgelehnt. „Der Aufsichtsrat erwartet vom Geschäftsführer Herrn Rosinski, den Intendanten Herrn Lutz und Herrn Brenner professionelles Verhalten und konstruktive Zusammenarbeit im Interesse der Gesellschaft und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, hieß es. „Sollte dies nicht innerhalb eines Monats zum Erfolg führen, wird der Aufsichtsrat personelle Konsequenzen beschließen. Der Aufsichtsrat begrüßt ausdrücklich die Aufnahme von Vertragsverhandlungen mit Herrn Brenner.“

Halles Schauspielintendant Matthias Brenner, der eine Verlängerung seines Vertrags von der Personalie des Geschäftsführers und einer Positionierung des Aufsichtsrates zum Theaterstreit abhängig gemacht hatte, nahm das Ergebnis der Sitzung „schockiert zur Kenntnis“, wie er in seiner Stellungnahme schrieb. „Ich fordere für die vielen hiervon betroffenen Mitarbeiter*innen der TOOH und für die Reputation der Kultur in Halle eine allumfassende und vollkommen unabhängige Aufklärung. Das heißt, dass daran keine Juristen beteiligt werden, die bereits für die TOOH, den Geschäftsführer oder das Oberbürgermeisterbüro gearbeitet haben. Sonst können in dem derzeitigen Klima der Angst Schlüsselfiguren keine umfassenden Aussagen machen. Diese müssen geschützt werden, indem Geschäftsführer Stefan Rosinski keine Sanktionierungsmöglichkeiten gegen die Mitarbeiter*innen behält. Ich fordere auch, dass die bisherige Rolle des Aufsichtsrates untersucht wird. Mir scheinen von Teilen des Aufsichtsrates Pflichten systematisch verletzt zu werden.“

Die gesamte Stellungnahme von Matthias Brenner lesen Sie hier.

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