Permanenz der Insolvenz

Claus Peymann und das Berliner Ensemble - ein Auslaufmodell. Zum Abschluss des Jahres nimmt Theater der Zeit die politische Ökonomie des Theaters am Schiffbauerdamm unter die Lupe und klärt auf, durch welche tollkühnen Konstruktionen sich der gern unter Tarif zahlende Herr des Hauses selbst verlängern und bewirtschaften darf.

Das Künstlerinsert gestaltet im Dezember der Maler Johannes Grützke, Mitbegründer der Neuen Prächtigkeit und in den Achtzigern künstlerischer Wegbegleiter Peter Zadeks. Im Gespräch erzählt er von der Arbeit mit „seinem Zadek", Probenschläfchen - und warum er inzwischen die Nase voll hat vom Theater.

Einar Schleef hingegen ließ das Theater Zeit seines zu kurzen Lebens nicht los. Theater der Zeit stellt die mit fünf Bänden nun komplette Reihe seiner Tagebücher vor, spürt der Theatralisierung von Schleefs Erzählung „Abschlussfeier" am Theater Dessau unter der neuen Intendanz von André Bücker nach und zeigt die Bühnenfassung von Armin Petras im Stückabdruck.

Dass man der Geschichte nicht entkommen kann, zeigen auch das Thalia Theater Hamburg, das unter der neuen Leitung von Joachim Lux in See sticht, und das Staatschauspiel Dresden, das unter der neuen Intendanz von Wilfried Schulz die Stadt nach seiner Bürgerlichkeit befragt.

Out of Area: Wer lernt hier eigentlich von wem? Das fragen vier Beiträge, die sich mit Kinder- und Jugendtheater außerhalb der zuständigen Sparte beschäftigen. Bei der Drogeriekette dm, wo die Lehrlinge an Theateraufführungen teilnehmen müssen, stößt Theater der Zeit auf die brechtsche Lehrstücktheorie, während Veit Sprenger von der Performancegruppe Showcase Beat le Mot von schwarzer Pädagogik schwärmt. Um Kämpfe ganz konkreter Art geht es dem Freedom Theatre, dem palästinensischen Jugendtheater in Jenin.

Im letzten Teil der Serie „20 Jahre Mauerfall" schließlich fragt sich der Regisseur B. K. Tragelehn, warum der Raum für Pathos geschlossen ist, seitdem wieder Ordnung herrscht in dem Durcheinander, das mit „Wir sind das Volk" begann und mit „Wir sind ein Volk" endete.

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