Kulturschaffende fordern Sicherheit für afghanische Kolleg:innen

In einem offenen Brief an die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, fordern mehrere Dutzend Kulturschaffende die sichere Ausreise für „unsere kulturellen Ortskräfte“ aus Afghanistan, wie es darin heißt.

Der Appell ist Anfang der Woche in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienen. Verlangt werden Verantwortungsübernahme und solidarisches Verhalten von Seiten Deutschlands, wörtlich mit der Begründung: „Tausende afghanische Aktivisten, Journalisten und Kulturschaffende, unter ihnen Filmemacher, Fotografen, Autoren, Künstler und Theaterleute, haben in den letzten 20 Jahren dazu beigetragen, die afghanische Zivilgesellschaft aufzubauen. Sie wurden mitunter von westlichen Institutionen ausgebildet und gefördert.“ Die Unterzeichner:innen fordern die Kulturstaatsministerin persönlich dazu auf, den Betroffenen ohne zu Zögern „eine sichere Ausreise zu ermöglichen“. Eine offizielle Anlaufstelle mit sicherer Email-Adresse soll ins Leben gerufen werden, um die Visa- und Ausreisegesuche schnellstmöglich zu bearbeiten.

Unter den Unterzeichner:innen befinden sich namhafte Persönlichkeiten aus der deutschen Kulturlandschaft,wie Aleida Assmann (Kulturwissenschaftlerin), Carolin Emcke (Publizistin), Herta Müller (Schriftstellerin), Bénédicte Savoy (Kunsthistorikerin), Wim Wenders (Regisseur)und Theaterschaffende wieThomas Ostermeier (Intendant Schaubühne Berlin), Milo Rau (Regisseur) und Oliver Reese (Intendant Berliner Ensemble).

Quelle: https://www.theaterderzeit.de/blog/meldungen/personalien_strich_kulturpolitik/kulturschaffende_fordern_sicherheit_f%C3%BCr_afghanische_kolleg%3Ainnen/komplett/