Volksbühne Berlin

Chris Dercon stellt künstlerisches Konzept vor

Chris Dercon wird Intendant der Berliner Volksbühne. Das gab der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, heute auf einer Pressekonferenz im Berliner Rathaus bekannt.

Der derzeitige Leiter der Tate Modern, London wird die Volksbühne im Sommer 2017 übernehmen. Sein künstlerisches Konzept will er mit internationalen Künstlerpersönlichkeiten aus Theater, Tanz, Performance und Film umsetzen. Dazu gehören die deutsche Regisseurin Susanne Kennedy, die dänische Choreografin Mette Ingvartsen, der französische Choreograf Boris Charmatz, der französische Cineast Romuald Karmakar und der deutsche Filmemacher und Autor Alexander Kluge. Außerdem wurde die Dramaturgin Marietta Piekenbrock als Programmdirektorin benannt, „um gemeinsam ein Modell für ein internationales Theater des 21. Jahrhunderts zu entwickeln“.

Neben dem Haus am Rosa-Luxemburg-Platz sollen der Prater in der Kastanienallee, der Hangar 5 auf dem Gebiet des ehemaligen Flughafens Tempelhof sowie mit „Terminal Plus“ eine digitale Bühne bespielt werden. Mit dem Kino Babylon in der Rosa-Luxemburg-Straße wird die Volksbühne unter Dercon kooperieren. Es wird ein „heterogenes, aber identitätsstiftendes“ festes Volksbühnen-Ensemble geben.

Während der ebenfalls anwesende Tim Renner zu der Entscheidung schwieg, bedankte sich Dercon vorab für den Berliner „Theaterdonner der letzten Wochen“, der für ihn ein „Crashkurs in Berliner Theater- und Kulturpolitik“ gewesen sei. Es gehe ihm nicht um einen Neustart der Volksbühne, sondern um eine Weiterentwicklung. Er wolle sich mit dem Programm der Volksbühne auch nicht von der übrigen Berliner Kulturlandschaft abgrenzen, sondern vielmehr mit dieser „kollaborieren“.

Quelle: https://www.theaterderzeit.de/blog/meldungen/personalien_strich_kulturpolitik/volksb%C3%BChne_berlin/komplett/