FAUST-Preis an Nicole Heesters

Die Schauspielerin Nicole Heesters erhält den diesjährigen FAUST-Theaterpreis für ihr Lebenswerk. Mit der 84-jährigen Heesters ehren die Veranstalter:innen eine „Ausnahmekünstlerin, die ihr künstlerisches Schaffen seit Jahrzehnten auf höchstem Niveau in den Dienst des Publikums stellt und dabei über jeden Zweifel erhaben ist“, heißt es in der Pressemitteilung des Deutschen Bühnenvereins, der den Preis jährlich mitverleiht.

Nicole Heesters wurde 1937 in Potsdam geboren, wuchs in Österreich auf und absolvierte eine Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Sie hatte Engagements an vielen bedeutenden deutschsprachigen Bühnen, darunter in Düsseldorf, am Thalia Theater Hamburg, am Schauspielhaus Bochum, den Staatlichen Schauspielbühnen Berlin, am Theater in der Josefstadt Wien, am Residenztheater München, Schauspielhaus Zürich. Neben dem Theater ist sie auch für zahlreiche Fernsehrollen bekannt, unter anderem war Heesters die erste  weibliche Tatort-Ermittlerin. Für ihre schauspielerischen Leistungen wurde Heesters 2000 der Curt Goetz-Ring verliehen, 2014 wurde sie mit dem Nestroy-Theaterpreis in der Kategorie „Beste Schauspielerin“ geehrt und 2020 erhielt sie den Theaterpreis vom Bundesverband Schauspiel, der im Rahmen des Deutschen Schauspielpreises vergeben wird. 

Der Deutsche Theaterpreis „DER FAUST“ wird am 20. November am Staatstheater Hannover verliehen. „Die Solidarität der Künste untereinander steht im Vordergrund der Veranstaltung, die in diesem Jahr auf den Wettbewerbsgedanken verzichtet“, heißt es in der Pressemitteilung. Grund hierfür seien die großen Herausforderungen, während des vergangenen Pandemiejahres. Ziel der Veranstaltung sei es, das Theater als Ort der Gemeinschaft zu feiern und den Fokus auf die kollektive künstlerische Kraft der Theater während der Pandemie zu richten. Um auf diese Leistung aufmerksam zu machen und der besonderen Situation gerecht zu werden, sollen die außergewöhnlichen und vielfältigen Formate im Rahmen einer Retrospektive vorgestellt werden.

„Dank der großen Kreativität an den Bühnen können wir nach einer Zeit voller Herausforderungen dieses Jahr einen ganz besonderen FAUST-Abend in Hannover präsentieren. Zahlreiche beeindruckende Produktionen sind auch und gerade während der Corona-Zeit entstanden, die wir in einer Retrospektive würdigen möchten. Unser Dank gilt den unermüdlichen Theatermacherinnen und Theatermachern, die den Weg für innovative digitale Formate geebnet, einen fulminanten Neustart an den Bühnen hingelegt und damit ein Zeichen der Hoffnung für den Fortbestand von Kunst und Kultur gesetzt haben", sagte Dr. Carsten Brosda, Präsident des Deutschen Bühnenvereins.

Den Abend moderieren der Opernsänger Michael Kupfer-Radecky und die Schauspielerin Tabitha Frehner.

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