Johann Kresnik verstorben

Der österreichische Tänzer, Regisseur und Choreograf Johann Kresnik ist am 27.07.2019 im Alter von 79 Jahren in Klagenfurt verstorben.

Johann Kresnik gehörte zu den wichtigsten Akteuren an der Schnittstelle zwischen Schauspiel und Tanztheater. Als Ballettdirektor an den Theatern Bremen und Heidelberg entwickelte er seinen eigenen Stil eines modernen choreografischen Theaters, das sich vor allem um historisch-politische Themen drehte. In den 1980er Jahren begann Kresniks internationale Karriere, die ihn in den folgenden Jahrzehnten zu fast allen kulturellen Zentren der Welt führte.

Mit Beginn der Spielzeit 1994/95 wechselte Kresnik mit seinem Ensemble an die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin. In den Jahren 2003-2008 übernahm er die Leitung des Choreografischen Theaters der Stadt Bonn. Seine Inszenierungen „Macbeth“, „Ulrike Meinhof“, „Frida Kahlo“ und „Wendemut“ wurden zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Er gastierte zusammen mit seinem Ensemble bei bedeutenden Festivals in der ganzen Welt. Für seine Arbeit erhielt Kresnik 1990 den Theaterpreis Berlin und den deutschen Kritikerpreis, 1994 den Berliner Bär (B.Z.-Kulturpreis).

Eine intensive Zusammenarbeit verband Johann Kresnik auch mit dem Festival ImPulsTanz Wien und dessen Leiter Ismael Ivo. Er führte Regie bei den beiden Produktionen „Francis Bacon“ und „Othello“. Sein 2017 mit dem Ensemble TANZLIN.Z wiederaufgenommenes Stück „Macbeth“ aus dem Jahr 1988 eröffnete in diesem Jahr das ImPulsTanz Festival. Im Anschluss an die Vorstellung wurde er von Veronica Kaup-Hasler, der Stadträtin für Kultur und Wissenschaft, mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien ausgezeichnet.

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