Urne von Hanne Hiob in Berlin-Mitte beigesetzt

Die Asche von Hanne Hiob ist am Dienstag auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin beigesetzt worden. Ihr Grab befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft der letzten Ruhestätte ihres Vaters Bertolt Brecht.

Die Schauspielerin, Tänzerin und engagierte Antifaschistin war am 23. Juni im Alter von 86 Jahren in ihrer Heimatstadt München verstorben. Sie entstammt der ersten Ehe Brechts mit der Opernsängerin Marianne Zoff (1893-1984). Hiob wurde als Hanne Marianne Brecht am 12. März 1923 geboren.

Zur Beisetzung kamen unter anderen Hiobs Halb-Schwester Barbara Brecht sowie die beiden Brecht-Enkel Johanna Schall und Jenny Dizdari bei. Auch zahlreiche Berliner und Münchner Künstler erwiesen der Verstorbenen die letzte Ehre. Für das Berliner Ensemble kondolierte Dramaturg Hermann Beil. Im Auftrag des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit (SPD), wurde ein Kranz niedergelegt.

Die Vorsitzende des deutschen Auschwitz-Komitees, Esther Bejarano, bezeichnete Hiob in ihrer Gedenkrede als «Unermüdliche». Vor allem habe sie sich Verdienste um die Erinnerung an die Werke ihres Vaters erworben. Hiob, die Tochter einer Jüdin, sei Kämpferin gegen Rassismus, Antisemitismus und Krieg gewesen. «Jetzt, wo du neben deinem Vater Bertolt Brecht deine Ruhe gefunden hast, ist es auch für uns beruhigend, dass dein Lebenswerk dich mit ihm vereint», sagte Bejarano.

Hiob wirkte an Theatern in Berlin, Wien, Salzburg und München. In Hamburg agierte sie unter der Regie von Gustaf Gründgens. Für Aufsehen sorgte ihr «Anachronistischer Zug», den Hiob erstmals am 23. Mai 1979 mit linken Künstlern und der westdeutschen Friedensbewegung zelebrierte. Auch Vertreter der Kommunistischen Partei Deutschlands erinnerten während der Beisetzung an die enge Zusammenarbeit mit Hiob.

Quelle: ddp/til/wsd

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