Keine Genehmigung für DAU Freiheit

Das umstrittene DAU-Projekt wird dieses Jahr nicht stattfinden. Wie der Tagesspiegel vermeldet, lehnten die zuständigen Behörden den Antrag auf Genehmigung ab. Demnach sei der Antrag zu spät eingegangen und die Behörde hätte in so kurzer Zeit nicht für die Sicherheit des Projekts garantieren können. „Normalerweise bräuchten Veranstaltungen dieser Größenordnung einen Vorlauf von etwa einem Jahr“, zitiert die Zeit die zuständige Bezirksstadträtin Sabine Weißler (Grüne). Die Berliner Festspiele lassen hingegen verlauten, dass sie den Antrag fristgerecht mit einem Vorlauf von zwei Monaten eingereicht haben.

Ab dem 12. Oktober wollten die Berliner Festspiele für 4 Wochen eine Replik der Mauer in der historischen Mitte Berlins um das Kronprinzenpalais aufbauen, wo am 31. August 1990 der Einigungsvertrag zwischen der BRD und der DDR unterschrieben wurde. Darin sollten im Rahmen eines immersiven Kunstprojekts die DAU-Filme und Serien über den sowjetischen Physiker Lew Landau Weltpremiere feiern, die der russische Regisseur Ilya Khrzhanovsky zwischen 2009 und 2011 in einem ebenfalls abgeschlossenen Filmset in der Ukraine produziert hat. Das Vorhaben stieß auf kontroverse Reaktionen, prominente Befürworter (wie zum Beispiel Lars Eidinger, Susanne Kennedy und Ersan Mondtag) sowie Gegner des Projekts (unter anderem Lea Rosh, Marianne Birthler und Christian Thielemann) schrieben offene Briefe, um ihre Unterstützung, beziehungsweise ihren Unmut kundzutun.

Beachten Sie zu dem Thema auch der Interview mit Thomas Oberender in der Oktoberausgabe von Theater der Zeit.

Quelle: https://www.theaterderzeit.de/index.php/blog/meldungen/sonstiges/keine_genehmigung_f%C3%BCr_dau_freiheit/komplett/